//
Physik im Alltag und Naturphänomene

Das Schwert der Sonne – Alltägliche Reflexionen im Lichte eines einfachen optischen Phänomens. Teil 1: Überblick und Phänomene

Schwert01Schlichting, H. Joachim. In: Der mathematische und naturwissenschaftliche Unterricht 51/7, 387-397 (1998).

Ob man die silbrig blendenden, manchmal auch golden schimmernden  Lichtstraßen der Sonne, die an Kometenschweife erinnernden Lichtspuren von Straßenlaternen und Autoscheinwerfern auf dem nassen Asphalt oder die konzentrischen Ovale auf einem Eßlöffel betrachtet, stets hat man es mit einem einfachen optischen Phänomen zu tun, dessen teilweise komplexe und subtile Erscheinung zu einer Schulung des physikalischen Sehens Anlaß geben kann. Es wird beabsichtigt, auf derartige Lichtstrukturen aufmerksam zu machen, und an ausgewählten Beispielen einen physikalischen Zugang zu skizzieren.

1 Das Phänomen
Schwert, Brücke. Delta, Obelisk der Sonne, Lieh/balm, Glitzerpfad (glitter path) oder – wie es in Rußland auch genannt wird – Straße des Glücks, sind nur einige der Namen, mit denen ein Lichtphänomen in literarischen Darstellungen den jeweiligen Eindrücken entsprechend beschrieben wird, das jeder schon einmal gesehen hat, aber dadurch wohl nur selten zu einer Erklärung veranlasst worden ist. Nimmt man die Häufigkeit der Beschreibungen von Schriftstellern und Dichtern sowie künstlerischen Darstellungen von Malern und Fotografen als Maß für die Auffälligkeit und Bedeutung des Phänomens, so stellt man mit Erstaunen fest , dass dem im Physikunterricht, in Lehr- und Schulbüchern kaum Rechnung getragen wird. Woher kommt diese Zurückhaltung, die bei anderen manchmal physikalisch viel schwieriger zugänglichen Naturphänomenen, wie etwa dem Regenbogen oder der Fata Morgana nicht in gleicher Weise festzustellen ist? Man kann nur vermuten, dass den Lichtbahnen aufgrund ihrer Alltäglichkeit wie anderen alltäglichen Dingen auch die Fragwürdigkeit abhanden gekommen ist und sie mit dem selbstverständlichen Hintergrund unserer Wahrnehmungen verschmolzen sind.
Um das Phänomen aus der physikalischen Perspektive betrachten zu können, muss man erst einmal lernen, es überhaupt wahrzunehmen. Der physikalische Blick kann dadurch schließlich so geschärft werden, dass Lichtbahnen auch in zahlreichen anderen Situationen und Varianten wahrgenommen werden, die mit dem ursprünglichen Phänomen nur noch einen physikalischen Zusammenhang aufweisen. Vielleicht wird dem Alltag auf diese Weise mit Hilfe der physikalischen Sehweise ein nicht ganz so alltäglicher Reiz abgewonnen… (weiterlesen im PDF)

PDF: Das Schwert der Sonne- Alltägliche Reflexionen_Teil 1: Überblick und Phänomene

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Photoarchiv

Werbeanzeigen
%d Bloggern gefällt das: