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Marginalia

Telegrafie mit dem Kaiser von China

„Der Teufel ist nicht so schwarz, wie er gemalt wird, und die Telegraphie auch nicht, und wir auch nicht. Schließlich ist es doch was Großes, diese Naturwissenschaften, dieser elektrische Strom, tipp, tipp, tipp, und wenn uns daran läge (aber uns liegt nichts daran), so könnten wir den Kaiser von China wissen lassen, daß wir hier versammelt sind und seiner gedacht haben. Und dabei diese merkwürdigen Verschiebungen in Zeit und Stunde. Beinahe komisch“ (Theodor Fontane: Der Stechlin).

Die ablehnende Haltung bis hin zur Verteufelung neuerer naturwissenschaftlicher Technologien gibt es nicht erst in unserer Zeit. Man kann fast sagen, sie ist zeitunabhängig. Im Nachhinein, da man sich in nahezu totale Abhängigkeit der Neuerungen begeben hat, fällt es schwer, Fontanes ironischen Kommentar witzig zu finden. In unserer Zeit haben wir ähnliche Erfahrungen mit der rasanten Computerisierung gemacht, einer Technik, deren Ankunft nicht einmal erwartet wurde.

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