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Marginalia

Übergänge

ÜbergängeEiskristalle verschönern die Fensterscheiben und verschlechtern den Durchblick.Durchblick erhalte ich erst, wenn ich den Übergang vom flüssigen zum festen, kristallinen Zustand des Wassers zumindest partiell wieder rückgängig mache.
Betrachtet man die Situation etwas wissenschaftlicher, so könnte man mit Hart Nibbrig auch folgendermaßen argumentieren:

Was übergeht, über einen Zustand hinaus in einen andern, leistet als Subjekt des Übergangs – und wäre es Materie, die den Aggregatzustand wechselt – dem gegenüber einen stabilen Widerstand, was sich an ihm als Objekt vollzieht, und macht so allererst sagbar, daß ES übergeht und Wandlung erfährt am eigenen LEIB. Und doch läßt sich von keiner Veränderung das, was ihr mit sich identisch bleibend widerstanden haben muß, soll sie daran überhaupt als solche erkennbar werden, keineswegs wieder abziehen.“ (aus: Hart Nibbrig, Christiaan L.: Übergänge).

Hegel gewinnt dem Vorgang einen anderen Gedanken ab:

„Die Wärme ist das sich Wiederherstellen der Materie in ihre Formlosigkeit, ihre Flüssigkeit, der Triumph ihrer abstrakten Homogeneität über die spezifischen Bestimmtheiten“ (aus: Hegel, G.W.F: Encyclopadie § 303)

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