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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Unendlichkeit und Selbstbezüglichkeit

Kaleidoskop_SpiegelZu dritt betreten wir ein begehbares Kaleidoskop. Sofort befinden wir uns in einem unendlichen Gedränge der vielfältig reproduzierten virtuellen Ausgaben unserer selbst. Die eigenen Bewegungen werden in der Spiegelwelt in potenzierter Weise synchron reproduziert und erzeugen einen fast körperlich spürbaren Sog. Die Wuchtigkeit und Größe der zahllos iterierten und streng korrelierten Bildkaskaden stehen in einem merkwürdigen Kontrast zur völlig abwesenden Mühe mit der diese optischen Ungetüme in den verschiedensten Perspektiven verzögerungsfrei in Bewegung gesetzt werden. Auch wenn das Phänomen auf einfache Weise im Rahmen der geometrischen Optik erklärt werden kann, fühlen wir uns wie verzaubert: ein Rest an Verwunderung und ungläubigem Staunen bleibt und verlässt uns auch eine ganze Zeit nach Verlassen des simplen Spiegeldreiecks nicht mehr. Neben der Unendlichkeit, die hier einen sichtbaren Ausdruck findet ist es wohl auch die Selbstbezüglichkeit, die auf konkrete Weise zu denken gibt.

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  1. Pingback: Spielend und spiegelnd zum Unendlichen | Die Welt physikalisch gesehen - 13. Juni 2016

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