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Marginalia

Ruhen statt Rasen

Rasen_GraslandSo könnten unsere Rasen aussehen, wenn man sie denn ließe. Ob es nicht möglich wäre, an der einen oder anderen Stelle den Rasen ein Stück Wiese werden zu lassen? Statt einheitlich grüner Stoppeln, gedeckte Farben blühender Gräser? Doch in einer durch zunehmende Eile bestimmten Welt wird für mich der sorgfältig getrimmte Rasen immer mehr zum Symbol seiner Doppelbedeutung – des Rasens.

Die einen lächeln diesem Grün nur zurück, stehen still. Legen sich gar darin hin, das Gras ist sanft, und fühlen, wie sie heilen. Selber harmlos werdend, finden sie so auch die Wiese, das Kind wacht in ihnen auf, der erste Blick, mit dem es Blumen ansah. Nur noch die Ameisen rennen, sonst nichts in uns, Böses mag klein werden wie Gras. Alles duftet bunt und weich, ist so sanft wie seine Blume da. Ernst Bloch (1885-1977)

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