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Physik im Alltag und Naturphänomene, Rubrik: "Schlichting! "

Auf Biegen und Brechen

Auf_Biegen_und_Brechen-(2)

Schlichting, H. Joachim. Spektrum der Wissenschaft 7 (2016), S. 42 – 43

Krümmt man einen Stab über seine Belastungsgrenze hinaus, zersplittert er meist in mehr als zwei Teile. Warum?

Nicht auf das Biegen,
auf das Brechen kommt es an
Martin Heidegger (1889 – 1976)

PDF: Auf Biegen und Brechen.

 

 

Diskussionen

7 Gedanken zu “Auf Biegen und Brechen

  1. Also, eigentlich breche ich Spagetti zum Kochen nicht. Aber ich erinnere mich gut an Zeiten in denen es dann eben Nudelsuppe gab, weil ich sie einfach zerbrechen musste, um zu raten wo sie wohl brechen werden. Und mit Feuerholz wäre es mir wohl irgendwann zu anstrengend geworden. ,-) Danke für diesen Beitrag.

    Verfasst von San-Day | 3. Juli 2016, 09:22
    • Klar, Spagetti bricht man normalerweise nicht. Aber sie sind ideale Stäbe, an denen das „Entdreibrechen“, das man an anderen Stäben ebenfalls beobachten kann (z.B. Zweige, Kreide…), gut untersuchen kann. Denn weil die Spagettis zylinderförmig und überall gleich dick sind, muss man sich bei den physikalischen Untersuchungen um einige mögliche Einflüsse auf das Bruchverhalten nicht kümmern. Was Physiker zu derartigen Untersuchungen motiviert, ist eine Anwort auf ddie Frage zu finden, warum Stäbe nicht einfach an der Stelle der größten Biegung durchbrechen und dann Ruhe geben. Was das Feuerholz betrifft, so macht es bei trockenen Eschenzweigen richtig Spaß. Die brechen fast freiwillig und im vorauseilenden Gehorsam sogar mindestens in drei Teile, meistens jedenfalls. Und es ist überhaupt nicht anstrengend, knackt angenehm und brennt ausgezeichnet. Ideal für den Kaminofen im ausgekühlten Ferienhaus!

      Verfasst von Joachim Schlichting | 3. Juli 2016, 10:31
  2. Die Frage hat sich mein Hund früher sicher auch gestellt, wenn er bei uns den Stöckchentest übernahm. Nicht einmal kniehoch, mussten es immer die größten Stöcke und Äste sein. Er selbst sah sich eindeutig als Dogge. So kam es, dass er sich oft verfing. Zum Glück brach aber stets der Stock und nicht der Kiefer wenn er sich befreite.
    Die größtmögliche Biegung hat er so häufig getestet. Und nein, er war kein Versuchstier. ,-)

    Verfasst von San-Day | 3. Juli 2016, 10:47
    • Die Tendenz von Hunden, stets so große Stöcke zu transportieren, wie gerade noch möglich, kann in der Tat zu merkwürdigen Ereignissen führen. Davon können Hundebesitzer ein Lied singen. Ich selbst habe noch in Erinnerung, wie ein großer Hund mit einem riesenlangen Stock zwischen seine nebeneinander hergehenden Frauchen und Herrchen hindurchsprinten wollte. Dabei rammte er die beiden überstehenden Stockenden derart heftig von hinten in deren Kniekehlen, dass dabei nicht der Stock zu Bruch, sondern die Angehörigen der zweibeinigen Spezies instantan und simultan zu Boden gingen. Merkwürdigerweise jaulte als erster der ebenfalls zu Boden gehende Hund auf; vermutlich ebenfalls weil der Stock nicht nachgeben wollte und daher sein Gebiss bis über die Schmerzgrenze beansprucht wurde.☺

      Verfasst von Joachim Schlichting | 4. Juli 2016, 11:56
  3. Sehr interessant, wieder was gelernt!
    Ich benutze die Spagetti zum Kerze anzünden, damit ich mir die Finger nicht verbrenne.
    Kannst Du uns bitte erklären, Warum Spagetti brennen? Das wäre super, lieber Joachim!

    Schöne Sonntagsgrüße Babsi

    Verfasst von kunstschaffende | 3. Juli 2016, 12:42
    • Hallo Babsi, man wundert sich in der Tat, dass Lebensmittel brennen können. Wenn man sich aber klarmacht, dass Spagetti im Wesentlichen aus Mehl besteht, was wiederum aus Getreidekörnern hergestellt wird, erscheint die Brennbarkeit schon plausibler. Denn Getreide brennt bekanntlich problemlos. Dass die Spagettis sich aber so leicht entzünden lassen (bei einer dickeren Nudel ist es schon schwieriger), liegt an der im Verhältnis zum Volumen großen Oberfläche dieser dünnen Zylinder. Beim Entzünden werden die Oberflächenmoleküle sehr schnell auf die Entzündungstemperatur gebracht, weil wegen des vergleichsweise geringen Volumens nur wenig Wärme abgeleitet wird. Ich hoffe, dass damit deine Frage im Prinzip beantwortet ist. LG Joachim

      Verfasst von Joachim Schlichting | 4. Juli 2016, 12:04

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