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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Seifenblasenpingpong

Seifenblasentrampolin_rvping pong

­            ping pong ping

­            pong ping pong

­                                  ping pong

Eugen Gomringer (*1925)

Ich lasse auf einer Seifenmembran eine Seifenblase spingen wie man einen Ping-pong-Ball auf einem Schläger springen lässt. An diesem Vorgang mag einiges erstaunlich erscheinen. Die Membran und die Blase, die aus derselben Flüssigkeit bestehen, verschmelzen nicht. Beide sind elastisch. Man kann sehen, wie sich die Membran beim Auftreffen der Blase leicht eindellt und auch die Blase ein wenig verformt wird. Das Spiel ist jedoch genauso kurz wie im obigen Gedicht. Denn die Membran wird allmählich dünner und zerspringt schließlich. Daran ist u.a. die Schwerkraft schuld, durch Flüssigkeit nach unten rinnt und abtropft.

Die zarten Farben, die sowohl auf der Blase als auch auf der Membran zu erkennen sind, rühren daher, dass das weiße Licht beim Durchgang durch das transparente Medium an der Ober- und Unterseite der dünnen Schicht reflektiert wird. Bei der Überlagerung beider Teilwellen im Auge des Betrachters werden sie der Dicke der dünnen Seifenschicht entsprechend gegeneinander verschoben. Dabei kann es für die Farbe des weißen Lichts, deren halbe Wellenlänge oder einem Vielfachen davon gerade gleich dieser Verschiebung ist, zu einer Auslöschung der Welle und der teilweisen Elimination dieser Farbe aus dem Spektrum kommen. Die Farbmischung des Lichts wird insgesamt eine andere und erscheint nicht mehr weiß, sondern farbig.

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