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Physik im Alltag und Naturphänomene

Ein Lob dem Staub

Sonnenstrahlen_1Ohne den Staub, worin er aufleuchtet
wäre der Sonnenstrahl nicht sichtbar

André Gide (1869 – 1951)

Wir sehen Gegenstände, wenn sie Licht in unsere Augen senden. Wir sehen also nur dann etwas, nämlich Licht, wenn es auch in unsere Augen fällt. Daher sehen wir auch nicht die Lichtbündel, die durch Löcher im Blätterdach der Bäume herausgeschnitten werden. Sie landen auf dem Boden und nicht in unseren Augen. Was wir aber sehen, sind die durch die Sonnenstrahlen beleuchteten Schwebeteilchen (z.B. Staub, Wassertröpfchen), weil sie  das Licht diffus in alle Richtungen und also auch in unsere Augen reflektieren. Und da wir nur die von den Sonnenstrahlen beleuchteten Teilchen sehen, sehen wir auf diese Weise indirekt die Sonnenstrahlen.
Es ist also nicht korrekt zu sagen „Licht ist unsichtbar“ wie man in manchen Schul- und Lehrbüchern der Physik lesen kann. Im Gegenteil, Licht (bestimmter Wellenlängen) ist das einzige, das sichtbar ist, genauso wie Schall (bestimmter Wellenlängen) das einzige ist, das wir hören können. Eine ausführliche Darstellung findet man hier.

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Diskussionen

11 Gedanken zu “Ein Lob dem Staub

  1. Spannend. Gerade erst vor ein paar Tagen haben wir den frühen Morgen im Wald verbracht und dieselben Strahlen die durch die Äste zu fallen schienen genossen. Ein sehr schönes Foto ist Dir da gelungen.

    Verfasst von San-Day | 15. September 2016, 09:40
  2. Lieber Joachim,

    Herzlichen Glückwunsch.

    Ich habe mir erlaubt, Dich für den Liebster Award zu nominieren. und würde mich sehr freuen Deine Antworten auf meine Fragen zu lesen.
    https://sandayblog.wordpress.com/2016/09/15/liebster-award-2-runde/

    Liebe Grüße
    San

    Verfasst von San-Day | 15. September 2016, 18:22
  3. Ich danke Dir und freue mich schon sehr darauf, Deine Antworten zu lesen.

    Liebe Grüße
    San

    Verfasst von San-Day | 16. September 2016, 12:35
  4. Schönes Foto
    Edgar

    Verfasst von seescho | 16. September 2016, 20:45
  5. Ich bin dem Staub auch dankbar, er beschert uns im Winter hier die Eisnebelhalos 🙂
    Schöner Artikel!
    LG Claudia

    Verfasst von ch | 31. Juli 2017, 12:21
    • Fasst man den Begriff „Staub“ noch etwas weiter, so kommen auch noch Pollenkoronen, Quételet-Ringe, farbige Sonnenuntergänge bei Vulkanausbrüchen usw. hinzu. Neben den Eisnebelhalos sollte man auch die Eiskristalle überhaupt nicht vergessen. Sie brauchen alle einen Keim zur Entstehung. Danke für deinen Kommentar. LG, Joachim.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 31. Juli 2017, 17:06

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