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Marginalia

Zwischenräume und Träume

ZwischenraumZwischen: eine Konfusion, Trennwand und Brücke, Lücke und Propf. Wie das numinose, unscheinbarste und abgegriffenste Wörtchen – UND. Wie jeder Gedankenstrich, sofern er die Denk-Pause ist, die er signalisiert, Kitt zugleich und Trennungszeichen, Getrenntes verbindend, Verbundenes trennend. Zwischen: eine Grenze, die, versucht man sie festzuhalten, zu wachsen beginnt, zum Zwischenraum sich weitet, wo Platz ist für alles und nichts. No man’s land, zwischen den Grenzen. Eldorado für Schmuggler und Interpreten. Was ihnen von Wichtigkeit ist, etymologisch ihr INTERESSE, ist immer: dazwischen. Zwischenhändler sind es – interpretari, ein lateinisches Deponens, schwebend zwischen passiver Form und aktivem Sinn -, ohne die Ware, die sie vermitteln, je selber berührt haben zu müssen (Christiaan L. Hart Nibbrig (*1944). Versuch in sechs Anläufen)

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