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Didaktik, Geschichte, Wissenschaftstheorie, Physik und Kultur

Kleists Plädoyer für die Naturbeobachtung

regenbogen_mit_supernumeries-kopieMan erzählt von Newton, es sei ihm, als er einst unter einer Allee von Fruchtbäumen spazieren ging, ein Apfel von einem Zweige vor die Füße gefallen. Wir beide würden bei dieser gleichgültigen und unbedeutenden Erscheinung nicht viel Interessantes gedacht haben. Er aber knüpfte an die Vorstellung der Kraft, welche den Apfel zur Erde trieb, eine Menge von folgenden Vorstellungen, bis er durch eine Reihe von Schlüssen zu dem Gesetze kam, nach welchem die Weltkörper sich schwebend in dem unendlichen Raume erhalten.Galilei mußte zuweilen in die Kirche gehen. Da mochte ihm wohl das Geschwätz des Pfaffen auf der Kanzel ein wenig langweilig sein, und sein Auge fiel auf den Kronleuchter, der von der Berührung des Ansteckens noch in schwebender Bewegung war. Tausende von Menschen würden, wie das Kind, das die schwebende Bewegung der Wiege selbst fühlt, dabei vollends eingeschlafen sein. Ihm aber, dessen Geist immer schwanger war mit  großen Gedanken, ging plötzlich ein Licht auf, und er erfand das Gesetz des Pendels, das in der Naturwissenschaft von der äußersten Wichtigkeit ist.
Es war, dünkt mich, Pilâtre, der einst aus seinem Zimmer den Rauch betrachtete, der aus einer Feueresse wirbelnd in die Höhe stieg. Das mochten wohl viele Menschen vor ihm auch gesehen haben. Sie ließen es aber dabei bewenden. Ihm aber fiel der Gedanke ein, ob der Rauch, der doch mit einer gewissen Kraft in die Höhe stieg, nicht auch fähig wäre, mit sich eine gewisse Last in die Höhe zu nehmen. Es versuchte es und ward der Erfinder der Luftschiffahrtskunst.
Colomb stand grade an der Küste von Portugal, als der Wind ein Stück Holz ans Ufer trieb. Ein andrer, an seiner Stelle, würde dies vielleicht nicht wahrgenommen haben und wir wüßten vielleicht noch nichts von Amerika. Er aber, der immer aufmerksam war auf die Natur, dachte, in der Gegend, von welcher das Holz herschwamm, müsse wohl ein Land liegen, weil das Meer keine Bäume trägt, und er ward der Entdecker des 4. Weltteiles.
In einer holländischen Grenzfestung saß seit langen Jahren ein Gefangener. In dem Gefängnisse, glaubt man, lassen sich nicht viele interessante Betrachtungen anstellen. Ihm aber war jede Erscheinung merkwürdig. Er bemerkte eine gewisse Übereinstimmung in dem verschiedenen Bau der Spinngewebe mit der bevorstehenden Witterung, so daß er untrüglich das Wetter vorhersagen konnte. Dadurch ward er der Urheber einer höchst wichtigen Begebenheit. Denn als in dem französischen Kriege Holland unter Wasser gesetzt worden war, und Pichegru im Winter mit einem Heere über das Eis bis an diese Festung vordrang, und nun plötzlich Tauwetter einfiel und der französische Feldherr, seine Armee vor dem Wassertode zu retten, mit der  größten Eilfertigkeit zurückzukehren befahl, da trat dieser Gefangene auf und ließ dem General sagen, er könne ruhig stehen bleiben, in 2Tagen falle wieder Frost ein, er stehe mit seinem Kopfe für die Erfüllung seiner Prophezeiung – – und Holland ward erobert.
Diese Beispiele mögen hinreichend sein, Dir, mein liebes Mädchen, zu zeigen, daß nichts in der ganzen Natur unbedeutend und gleichgültig und jede Erscheinung der Aufmerksamkeit eines denkenden Menschen würdig ist.
Von Dir werde ich freilich nicht verlangen, daß Du durch Deine Beobachtungen die Wissenschaften mit Wahrheiten bereicherst, aber Deinen Verstand kannst Du damit bereichern und tausendfältig durch aufmerksame Wahrnehmung aller Erscheinungen üben.  Das ist es, liebes Mädchen, wozu ich Dir in diesem Bogen die Anleitung geben will.
Mir leuchtet es immer mehr und mehr ein, daß die Bücher schlechte Sittenlehrer sind. Was wahr ist sagen sie uns wohl, auch wohl, was gut ist, aber es dringt in die Seele nicht ein. Einen Lehrer gibt es, der ist vortrefflich, wenn wir ihn verstehen; es ist die Natur.
Ich will Dir das nicht durch ein langes Geschwätz beweisen, sondern lieber durch Beispiele zeigen, die wohl immer, besonders bei Weibern, die beste Wirkung tun möchten. Ich ging an jenem Abend vor dem wichtigsten Tage meines Lebens in Würzburg spazieren. Als die Sonne herabsank war es mir als ob mein Glück unterginge. Mich schauerte wenn ich dachte, daß ich vielleicht von allem scheiden müßte, von allem, was mir teuer ist.
Da ging ich, in mich gekehrt, durch das gewölbte Tor, sinnend zurück in die Stadt. Warum, dachte ich, sinkt wohl das Gewölbe nicht ein, da es doch keine Stütze hat? Es steht, antwortete ich, WEIL ALLE STEINE AUF EINMAL EINSTÜRZEN WOLLEN – und ich zog aus diesem Gedanken einen unbeschreiblich erquickenden Trost, der mir bis zu dem entscheidenden Augenblicke immer mit der  Hoffnung zur Seite stand, daß auch ich mich halten würde, wenn alles mich sinken läßt.
Das, mein liebes Minchen, würde mir kein Buch gesagt haben, und das nenne ich recht eigentlich LERNEN VON DER NATUR.
Einen ähnlichen Trost hatte ich schon auf der Hinreise nach W. Ich stand nämlich mit dem Rücken Segen die Sonne und  blickte lange in einen lebhaften Rcgenbogen. So fällt doch, dachte ich, immer ein Strahl von Glück auf unser Leben, und  wer der Sonne selbst den Rücken kehrt und in die trübe Wetterwolke schaut, dem wirft ihr schönres Bild der Regenbogen zu.  In jener herrlichen Nacht, als ich von Leibzig nach Dresden reisete, dachte ich mit wehmütiger Freude: am Tage sehn wir wohl die schöne Erde, doch wenn es Nacht ist sehn wir in die Sterne.
O es gibt Augenblicke, wo uns solche Winke der Natur, wie die freundliche Rede eines Lehrers, entzücken können (…).
Bemühe Dich also von jetzt an, recht aufmerksam zu sein, auf olle Erscheinungen, die Dich umgeben. Keine ist unwichtig, jede, auch die scheinbar unbedeutendste, enthält doch etwas, das  merkwürdig ist, wenn wir es nur wahrzunehmen wissen. Aber bestrebe Dich, nicht bloß die Erscheinungen wahrzunehmen, sondern auch etwas von ihnen zu lernen. Frage bei jeder Erscheinung entweder: WORAUF DEUTET DAS HIN? und dann wird die Antwort Dich mit irgend einer nützlichen Lehre bereichern; oder frage wenigstens, wenn das nicht geht: WOMIT HAT DAS EINE ÄHNLICHKEIT? und dann wird das Auffinden des Gleichnisses wenigstens Deinen Verstand schärfen.
Ich will Dir auch dieses durch einige anleitende Beispiele erläutern.  Daß Du nicht, wie das Tier, den Kopf zur Erde neigst, sondern aufrecht gebaut bist und in den Himmel sehen kannst – worauf deutet das hin? – beantworte mir einmal das.
Du hast zwei Ohren und doch nur einen Mund. Mit den Ohren sollst Du hören, mit dem Munde sollst Du reden. – Das hältst Du wohl für etwas sehr Gleichgültiges? Und doch läßt sich daraus eine höchst wichtige Lehre ziehen. Frage Dich einmal selbst, worauf das hindeutet, daß Du mehr Ohren hast als Münder? –  Troschke könnte die Antwort gebrauchen.
Du allein singst nur einen Ton, ich allein singe auch nur einen Ton; wenn wir einen Akkord hören wollen, so müssen wir beide zusammen singen. – Worauf deutet das hin?
Wenn Du spazieren gehst und in die Sonne blickst, so wenden Dir alle Gegenstände ihre Schattenseite zu – Eine Lehre möchte sich daraus nicht ziehen lassen, aber ein sehr interessantes Gleichnis. Also frage Dich einmal: womit hat das eine Ähnlichkeit?
Ich ging letzthin in der Nacht durch die Königsstraße. Ein Mann kam mir entgegen mit einer Laterne. Sich selbst leuchtete er auf den Weg, mir aber machte er es noch dunkler. – Mit welcher Eigenschaft des Menschen hat diese Blendlaterne Ähnlichkeit?
Ein Mädchen, das verliebt ist, und es vor der Welt verbergen will, spielt in Gegenwart ihres Geliebten gewöhnlich mit dem Fächer. Ich nenne einen solchen Fächer einen Telegraphen (zu deutsch: Fernschreiber) der Liebe. – Warum?
Der Sturm reißt den Baum um, aber nicht das Veilchen, der leiseste Abendwind bewegt das Veilchen, aber nicht den Baum. – Womit hat das eine vortreffliche Ähnlichkeit?
Solche und ähnliche Fragen wirf Dir, mein liebes Minchen, selbst recht oft auf und suche sie dann zu beantworten. An Stoff zu solchen Fragen kann es Dir niemals fehlen, wenn Du nur recht aufmerksam bist auf alles, was Dich umgibt. Kannst Du die Frage nicht gleich beantworten, so glaube nicht, daß die Antwort unmöglich sei; aber setze die Beantwortung aus, denn unangenehm darfst Du Dir diese Beschäftigung nicht machen, die unserm ganzen Leben großen Reiz geben, die Wichtigkeit aller uns umgebenden Dinge erhöhen und eben dadurch für uns höchst angenehm werden kann. Das heißt recht eigentlich unseren Verstand gebrauchen – und dazu haben wir ihn doch?
Wenn Dir aber die Antwort gelingt, so zeichne den ganzen Gedanken gleich auf, in einem dazu bestimmten Hefte. Denn festhalten müssen wir, was wir uns selbst erworben haben – auch will ich Dir in der Folge noch einen andern Grund sagen warum es gut ist, wenn Du das aufschreibst.
Also von heute an mußt Du jeden Spaziergang bedauern oder vielmehr bereuen, der Dich nicht wenigstens um I Gedanken bereichert hätte; und wenn gar ein ganzer Tag ohne solche moralische Revenüen vergeht, und wenn gar ganze Wochen ohne solche Einkünfte verstreichen, – dann – dann – – Ja, mein liebes Minchen, ein Kapital müssen wir haben, und wenn es kein Geld ist, so muß es Bildung sein, denn mit dem Körper können wir wohl darben, aber mit dem Geiste müssen wir es niemals, niemals und wovon wollen wir leben, wenn wir nicht bei Zeiten sammeln?
Widme Dich also diesem Geschäft so oft als möglich, ja bei der Arbeit selbst. Dadurch wird recht eigentlich die Arbeit veredelt, wenn sie nicht nur unsern Körper sondern auch unsern Geist beschäftigt. Daß dieses allerdings möglich sei, wirst Du bei einiger Betrachtung leicht finden.
Wenn Dir beim Stricken des Strumpfes eine Masche von der Nadel fällt, und Du, ehe Du weiter strickst, behutsam die Masche wieder aufnimmst, damit nicht der eine aufgelöste Knoten alle die andern auflöse und so das ganze künstliche Gewebe zerstört werde – welche nützliche Lehre gibt Dir das für Deine Bildung, oder wohin deutet das?
Wenn Du in der Küche das kochend-heiße Wasser in das kühlere Gefäß gießest, und die sprudelnde Flüssigkeit, indem sie das Gefäß ein wenig erwärmt, selbst dadurch abgekühlt wird, bis die Temperaturen (Wärmegrade) in beiden sich ins Gleichgewicht gesetzt haben – welche vortreffliche Hoffnung ist daraus für uns beide, und besonders für mich zu ziehen, oder worauf deutet das hin?
Ja, um Dir ein Beispiel von der gemeinsten Beschäftigung zu geben – wenn Du ein schmutziges Schnupftuch mit Wasser auswäschst, welches Buch kann Dir eine so hohe, erhabene Lehre geben, als diese Arbeit, Bedürfen wir mehr als bloß rein zu sein, um mit der schönsten Farbe der Unschuld zu glänzen?
Aber die beste Anleitung, Dich im Selbstdenken zu üben, möchte doch wohl ein nützliches Buch sein, etwa Wünschs kosmologische (weltbürgerliche) Unterhaltungen, das ich Dir geschenkt habe. Wenn Du das täglich ein Stündchen in die Hand nähmest, so würdest Du davon einen doppelten Nutzen haben. Erstens, die Natur selbst näher kennen zu lernen, und dann Stoff zu erhalten, um eigne Gedanken anzuknüpfen.
Nämlich so: Gesetzt Du fändest darin den Satz, daß die äußere (vordere) Seite des Spiegels nicht eigentlich bei dem Spiegel die Hauptsache sei, ja, daß diese eigentlich weiter nichts ist, als ein notwendiges Übel, indem sie das eigentliche Bild nur verwirrt, daß es aber hingegen vorzüglich auf die G1ätte und Politur der inneren (hinteren) Seite ankomme, wenn das Bild recht rein und treu sein soll – – welchen Wink gibt uns das für unsere eigne Politur, oder wohin deutet das?
Oder gesetzt Du fändest darin den Satz, daß zwei Marmorplatten nur dann unzertrennlich aneinander hangen, wenn sie sich in allen ihren Punkten berühren. Womit haben die Marmorplatten Ähnlichkeit?
Oder, daß die Pflanze ihre Nahrung mehr aus der Luft und dem Regen, also mehr aus dem Himmel ziehen muß, als aus der Erde, um zu gedeihen – welche zarte Pflanze des Herzens muß das auch?
Bei jedem solchen interessanten Gedanken müßtest Du also immer fragen, entweder: wohin deutet das, wenn man es auf den Menschen bezieht? oder: was hat das für eine Ähnlichkeit, wenn man es mit dem Menschen vergleicht? Denn der Mensch und die Kenntnis seines ganzen Wesens muß Dein höchstes Augenmerk sein, weil es einst Dein Geschäft sein wird, Menschen zu bilden.
Gesetzt also, Du fändest in diesem Buche, daß die Luftsäure (eine Luftart) sich aus der Fäulnis entwickele und doch auch vor der Fäulnis sichere; so müßtest Du nicht fragen, welche Ähnlichkeit hat das wohl, wenn man es in irgend einer Hinsicht mit dem Menschen vergleicht? Da wirst Du leicht finden, daß sich aus dem Laster des Menschen etwas entwickele, das davor sichert, nämlich die Reue.
Wenn Du liesest, daß die glänzende Sonne keine Flecken habe, wenn man sie nicht mühsam mit dem Teleskop aufsuche, um sie zu finden – welch eine vortreffliche Lehre gibt uns das?
0 letzthin ward ich plötzlich durch einen bloßen Anblick zurückgeführt im Geiste durch anderthalb Jahre in jene Zeit, wo wir noch unempfindlich neben einander wohnten, unbewußt, daß wir uns einst so nahe verwandt sein würden. Ich öffnete nämlich das Schubfach meines Tisches, in welchem mein Feuerzeug, Stahl und Stein lag. Da liegen sie nebeneinander, dachte ich, als ob sie zu einander nicht gehörten, und wenden einander ihre kalten Seiten zu, und noch läßt sich der Funke nicht ahnden, der doch in beiden schlummert – – Aber jetzt umschließe ich Dich innig mit meinem warmen Herzen, mein liebes, liebes Minchen – oder erste Funke fing Feuer – vielleicht wäre er doch erloschen, aber Du hast es wohl verstanden, ihn zur Flamme anzufachen – o erhalte sie in der Glut, mein eignes G1ück hängt daran, aber von Dir nur hängt es ab. 0 wache, wie die Vestalinnen, über die heilige Flamme, daß sie nicht erlösche, lege von Zeit zu Zeit etwa ein neues erworbenes Verdienst hinzu, und schlafe nie ein auf den Stufen – o dann wird die Flamme ewig lodern und beide, uns beide, erwärmen.
Und nun lebe wohl. – Doch ich wollte Dir ja noch einen andern Grund sagen, warum es gut wäre, Deine eigenen Gedanken aufzuschreiben. Er ist dieser. Du weißt daß ich mich jetzt für das schriftstellerische Fach bilde. Ich selbst habe mir schon ein kleines Ideenmagazin angelegt, das ich Dir wohl einmal mitteilen und Deiner Beurteilung unterwerfen möchte. Ich vergrößere es täglich. Wenn Du auch einen kleinen Beitrag dazu liefertest, so könntest Du den Stolz haben, zu einem künftigen Erwerb auch etwas beizutragen. – Verstehst Du mich? –
Und nun adieu. Ich danke Dir für die 6 Fr. dor. In kurzem erhältst Du sie wieder. Schreibe mir bald, und besonders schicke mir bald die Berechnung. Adieu. H. K.

Heinrich von Kleist (1777 – 1818). Brief vom 16. (und 18.) November (und einem Zusatz vom 30. Dez. ein Torbogenbild) 1800 an Wilhelmine von Zenge. In: Sämtliche Werke und Briefe II. Hanser: München 1965.

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Diskussionen

12 Gedanken zu “Kleists Plädoyer für die Naturbeobachtung

  1. Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“
    Galileo Galilei

    Verfasst von aquasdemarco | 13. Mai 2017, 08:02
    • Ich weiß, dass dieser Satz oft zitiert wird. Ich habe jedoch noch keinen Nachweis gefunden, dass er wirklich von Galilei stammt und in welchem Kontext er steht. Denn eigentlich vertritt Galilei doch die Auffassung, Entdeckungen zwar selbst aber eben nicht in sich selbst, sondern in der Natur zu machen.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 13. Mai 2017, 11:44
      • Womöglich ein bewusster Übersetzungsfehler, zu Lebzeiten von Galilei konnten manche Aussagen schnell zu einem verkürzten menschlichen Dasein führen.

        Verfasst von aquasdemarco | 13. Mai 2017, 12:19
      • Ich werde bei Gelegenheit mal versuchen, den Ursprung des Zitats herauszufinden.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 13. Mai 2017, 12:43
      • Letztendlich ist es doch eine Mischung aus Beidem, wir beobachten die Natur, aber auch uns selbst in dem wir denken, oder halt nich denken.
        Denn die Erkenntnisse entspringen ja meisten einem Vakuum unserer Gedankenwelt.
        Wo dieses entspringt und woher letztendlich unsere erdachten Erkenntnisse stammen ist eine spannende Frage, welche es Wert ist zu beobachten und beim nächsten Vakuum , also der nächste gedankenfreie Moment, liegt die Antwort einfach im unseren Köpfen rum😉

        Verfasst von aquasdemarco | 13. Mai 2017, 12:26
      • Es stimmt, das beides wichtig ist. Weil Galilei jedoch angetreten war, Erkenntnisse nicht mehr nur aus reiner Introspektion und aus Büchern zu schöpfen, sondern durch Beobachtung (Experimente) der Natur, ist die Aussage des Zitats m.E. nicht typisch für Galileis Denken und Handeln.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 13. Mai 2017, 12:42
      • Ich kann nicht sagen, was für ihn typisch war, ich liebäugel mit der Wiedergeburt, aber ob ich damals dem Zeitgenossen kennengelernt habe, kann nich nicht mehr sagen

        Verfasst von aquasdemarco | 13. Mai 2017, 12:57
      • „Ich starb als Mineral und wurde Pflanze,
        Ich starb als Pflanze und wurde Tier,
        Ich starb als Tier und wurde Mensch…“(Rumi).
        Als Mineral oder Pflanze erinnert man sich vielleicht nicht so gut.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 13. Mai 2017, 14:13
  2. Wir sind ja, wie die Natur Schöpfung und ein Teil derer und darum glaube ich auch, daß wir viele Antworten in der Natur auch für uns selbst finden!

    LG Babsi

    Verfasst von kunstschaffende | 13. Mai 2017, 12:14
  3. Vielen Dank für diesen wunderbaren Brief, der letztlich das paraphrasiert, zu dem Du uns hier aufforderst, was Du uns hier auf dem Blog schenkst: die Fasziniation im Kleinen und Alltäglichen. Liebe Grüße!

    Verfasst von simonsegur | 13. Mai 2017, 12:41

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