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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Wer kennt dieses Gebäude?

Obwohl in den Reflexen eines Gebäudes auf dem welligen Wasser die gesamte optische Information, die zum Erkennen nötig ist, nicht nur einmal enthalten ist, hat man keine Chance einer Dekodierung. Durch die Verzerrungen aufgrund der Wasserwellen und der vielfachen Reflexionen und Überlagerungen des vom Gebäude ausgestrahlten Licht wird die Komplexität so erhöht, dass das Original darin auf ähnliche Weise verschwindet wie das Bild eines Puzzles mit mehr als 10000 Teilen. Auch wenn ich darauf hinweise, dass die gelben Bereiche vom Mauerwerk, die rotbraunen vom Ziegeldach und die grünen vom grünspanveredelten Turmdach stammen, hilft das kaum weiter.
Die Ente weiß mehr, sie blickt auf das Gebäude. Ihre Augen empfangen das Licht direkt ohne Verfremdung. Dafür sieht sie aber nichts von den an ein modernes Kunstwerk erinnernden Farbornament.
Theoretisch wäre die Ansicht des Gebäudes auf dem welligen Wasser zurückzugewinnen. Dazu müsste man aber die genaue Form der Oberfläche im Moment der fotografischen Aufnahme kennen. Ohne diese bliebe es bei einer unlösbaren Verschlüsselung.

 

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Diskussionen

13 Gedanken zu “Wer kennt dieses Gebäude?

  1. Da bin ich aber sehr gespannt, ob dass jemand raus bekommt!👍😉

    Verfasst von kunstschaffende | 12. März 2018, 00:30
  2. Ja, aber wenn es aussieht wie eine Ente, watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, ist es meistens eine Ente.

    Bei einem 10.000-Teile Puzzle sucht man zuerst heraus, was offensichtlich irgendwie zusammengehört, hat dann ein hübsches Häufchen Himmel, und so ist es wohl auch bei Spiegelungen auf bewegtem Wasser. Man sieht, da ist Himmel, und schaut, ob der Rest einen Sinn ergibt. Ich bleibe lieber bei der Ente.

    Verfasst von christahartwig | 12. März 2018, 06:33
    • Das ist messerscharf geschlossen und was den mittleren Teil des Fotos angelangt, so könnte ich mich dem durchaus anschließen. Aber dieser Teil des Puzzles ist bereits gelegt; es fehlt der Kontext. Um den zu „legen“ bedarf es einen Antispiegels, der die Verzerrungen durch die spiegelnden Wasserwellen rückgängig macht. Oder man rät.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 12. März 2018, 09:40
  3. Ich finde die Türme der Münchner Frauenkirche ziemlich ähnlich, weiss aber nicht, so die

    Verfasst von puzzleblume | 12. März 2018, 08:21
  4. … ups… weiss aber nicht, wo die Ente so paddeln könnte, dass die Türme im Wasser spiegeln.

    Verfasst von puzzleblume | 12. März 2018, 08:22
  5. das wäre doch mal ne sinnvolle Aufgabe für die Riesenrechner, die die Großmächte zum Abfischen und verarbeitung von „Feind-Informationen“ gebaut haben.

    Verfasst von gkazakou | 12. März 2018, 09:07
    • Das ist eine sehr gute Idee. Man bräuchte dem Rechner nur die Gebäude Deutschlands eingeben (für einen Riesenrechner kein Problem) und diese mit einer Anzahl plausibler Wellenmuster verzerren bis das Foto dabei herauskommt. Das wäre dann endlich mal eine sinnvolle Aufgabe für diese Rechner.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 12. März 2018, 09:59
  6. Unlängst aus Frankfurt ähnliches veröffentlicht.

    Verfasst von kopfundgestalt | 8. April 2018, 00:26

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