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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Des Rätsels Lösung

Wegen der aktiven Teilnahme an meinem kleinen gestrigen Rätsel komme ich wohl kaum umhin, die Lösung zu präsentieren. Zum Glück hatte ich daran gedacht, auch das Gebäude zu fotografieren, das so schöne Reflexe im Wasser hervorrief. Meine Aufmerksamkeit galt allerdings eher den ständig neu entstehenden und vergehenden Mustern auf dem leicht welligen Wasser, die dann auch noch rücksichtslos von Enten durchpflügt wurden. Hier ist es.
Physikalisch interessant an dem Foto ist vielleicht noch, dass die Kamera nicht in der Lage ist, den visuellen Eindruck von Original und Spiegelbildern auf einem Foto zutreffend wiederzugeben. Um die in der Lichtintensität sehr stark herabgesetzten Spiegelungen auf dem Wasser in voller Farbenpracht zu erfassen, wurden zwangsläufig einige Gebäudeteile überbelichtet (z.B. die Dächer der Türme), sodass die leuchtenden Farben des Originalgebäudes stark „verwässert“ erscheinen.
Die Pupillen unserer Augen passen ihre Öffnungsgröße den unterschiedlichen Lichtverhältnissen so an, dass wir den Eindruck haben, sowohl das Orignalgebäude als auch die Spiegelungen in voller Farbtiefe zu sehen. Dabei merken wir nicht, dass die Anpassung in dem Moment erfolgt, in dem wir den Kopf heben oder senken. Beides aufeinmal fest in den Blick zu nehmen ist bei der blickfüllenden Größe der Ansicht kaum möglich.
Fehlt noch für diejenigen, die das Gebäude nicht kennen, hinzuzufügen, dass es sich um das neue Rathaus von Hannover handelt. Man muss den Einzugsbereich des Flanierens in der Innenstand schon ein wenig ausdehnen, um dort hinzugelangen.

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Diskussionen

10 Gedanken zu “Des Rätsels Lösung

  1. wieder sehr informativ und schön.

    Verfasst von gkazakou | 13. März 2018, 00:21
  2. Ein schönes Foto, aber ich vermisse die Ente zur Orientierung.

    Verfasst von christahartwig | 14. März 2018, 11:27
    • Das kann ich verstehen. Die Fluchtspuren am linken Bildrand (unteres Drittel) geben einen Eindruck davon, wo die Ente blieb. Ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt ein Foto mit Gebäude und Zer(r)spiegelungen im Wasser gemacht habe, um eine ungefähre Ahnung von der Situation zu vermitteln.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 14. März 2018, 12:37
      • Ja, ich dachte schon, das sei das „Kielwasser“ einer Ente. – Übrigens bin ich nicht sicher, ob ich die Spiegelung erkannt hätte, wenn das Gebäude mir vertraut wäre. 🙂

        Verfasst von christahartwig | 14. März 2018, 19:31
      • Das Gebäude hätte wohl keiner erkannt. Die Frage war auch eher provokativ gemeint, um vor Augen zu führen, dass – obwohl die optische Information vielfach in den Reflexen vorhanden ist – man so gut wie keine Chance hat, sie zu dekodieren. Allerdings haben die Kommentare dann die Sache in eine Richtung gedrängt, dass ich mich veranlasst sah, das Foto des Gebäudes zu suchen und zu publizieren. Vielen Dank für die Mitwirkung an der Rätsellösung!🙂

        Verfasst von Joachim Schlichting | 14. März 2018, 20:38
      • Immer wieder gern. 🙂
        Augen und Konzentration reichen oft nicht. Habe vorhin auf einem Fangokissen gelegen und versucht, den Rauchmelder an der Decke durch Anstarren zu Alarm zu bewegen. Hat auch nicht geklappt.

        Verfasst von christahartwig | 14. März 2018, 20:41
      • So schnell würde ich nicht aufgeben!

        Verfasst von Joachim Schlichting | 14. März 2018, 20:44
  3. Hier stand ich einst auch mal.

    Verfasst von kopfundgestalt | 8. April 2018, 00:25

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