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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Himmelfahrt und Weltuntergang

Wenn ich „Dreizigster Mai“ höre, geht mir oft ein alter Schlager aus frühen Kindheitstagen durch den Sinn. Er hat mir damals trotz der ohrwurmartigen Melodie Angst bereitet, auch wenn – wie es im Schlager beruhigend heißt – „keiner weiß, in welchem Jahr“ es soweit ist.
Daher ist es „wunderbar“, wenn – wie  heute – Himmelfahrt auf den 30. Mai fällt. Käme es zum Weltuntergang, wäre automatisch für die Möglichkeit einer Mitfahrgelegenheit gesorgt (siehe Foto).

Um das Physikalische auch in diesem Beitrag nicht zu unterschlagen: Das Foto wurde mit einer langen Belichtungszeit gemacht. Indem ich das Motiv fixierte, drückte ich auf den Auslöser und zog den Fotoapparat nach unten weg. Während der Bewegung innerhalb der Belichtungszeit wird das vom Motiv ausgehende Licht kontinuierlich über den Aufnahmechip verschoben. Offenbar geht nur von der Kerze so viel Licht aus, dass es eine sichtbare Spur hinterlässt, während das von den dunklen Bereiche ausgehende Licht dafür zu schwach ist.

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Diskussionen

10 Gedanken zu “Himmelfahrt und Weltuntergang

  1. Es sieht ja so aus, als würde die Welt an diesem 30. Mai noch nicht untergehen.

    Verfasst von gkazakou | 30. Mai 2019, 12:35
  2. Lieber Joachim, als ich gelesen habe, dass Du die Kamera nach oben weggezogen hast, habe ich doch ein wenig gestutzt. Bist Du Dir angesichts der hübschen Lichtfahnen sicher über die Zugrichtung? Wenn’s genau umgekehrt war, ist’s auch kein Weltuntergang.

    Verfasst von Wilfried Suhr | 30. Mai 2019, 13:22
  3. Das ist fur mich phänomenal.das vom eher dunklen keine sichtbaren schleifspuren zu sehend sind.

    Verfasst von kopfundgestalt | 31. Mai 2019, 09:21
  4. Wegen der Dunkelheit in der Kirche ist die meiste Belichtungszeit für das Motiv aufgewandt worden. Während des letzten Bruchteils der Belichtung ziehe ich die Kamera herunter. Dadurch werden alle Gegenstände nach oben hin in die Länge gezogen. Davon sieht man – wie gesagt – nur bei den hellen Kerzen etwas. Entscheidend ist also das Verhältnis von Belichtungszeit der fixierten zur bewegten Kamera. Wenn die beispielsweise 20 zu 1 ist, dass ist die in die Länge gezogene Person nur 1/20 so lichtstark und das auch noch auf eine größere Fläche verteilt. Davon ist daher nichts zu sehen.

    Verfasst von Joachim Schlichting | 31. Mai 2019, 20:32

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