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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Im Sturm erschaffen…

Diese Landschaft kurz vor der Grenze war keine Wirklichkeit mehr,
sondern ein seelischer Zustand, in den sie nicht tiefer hineingeraten mochte.*

Soweit die Poesie. In Wirklichkeit ist diese Landschaft der Rest von Fraßgängen von Insekten unter der Rinde eines Baumes, die ans Tageslicht kamen, als der Baum dem Sturm anheimfiel und ein Teil der Rinde abfiel.
Gut dass der Baum zu einem Zeitpunkt fiel, da man damit rechnen konnte. Der Warnungen gab es mehr als genug. Der Baum war so morsch, dass er während des Falls im oberen Drittel durchbrach, so wie man es von alten Frabrikschornsteinen kennt, die durch eine Sprengung zu Fall gebracht werden.

 


aus: Judith Kuckart. Lenas Liebe. Köln 2002

Diskussionen

6 Gedanken zu “Im Sturm erschaffen…

  1. ein sehr schönes Sturmbild – wenn man es nicht vergrößert, meint man, einen Kupferstich zu sehen.

    Verfasst von gkazakou | 12. Februar 2020, 00:17
  2. Schon erstaunlich!
    Sieht wie eine gemalte Baumbuschlandschaft aus…
    Herzliche Morgengrüße vom Lu

    Verfasst von finbarsgift | 12. Februar 2020, 07:23

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