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Marginalia

Wege 17: Das Ziel verschwindet, wenn es erreicht ist

Unsre Fragen an die Gottheit sind es, die uns reicher machen, nicht die spärlichen Antworten, die uns zuteil werden. Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt und nicht die Erfüllung; und der Sinn unseres Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trügerisch, jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen, und das Ziel ist keines mehr, sobald es erreicht wurde.*


* Arthur Schnitzler. Ohne Maske. München 1992

 

Diskussionen

4 Gedanken zu “Wege 17: Das Ziel verschwindet, wenn es erreicht ist

  1. So „spärlich“ sind die bisherigen wissenschaftlichen Antworten nicht. Muss man sich daran stören, dass es sich um Modelle handelt?

    Verfasst von kopfundgestalt | 17. Februar 2020, 00:19
  2. Okay. Schnitzler hält die Sehnsucht für wichtiger. Antoine de Saint Exupéry hat dieses Aspekt in seiner „Citadelle“ noch etwas pointierter ausgedrückt wenn er sagt: „Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz beschaffen, Werzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen,
    sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Dieser Aspekt scheint mir auch für die wissenschaftliche Forschung unabdingbar.

    Verfasst von Joachim Schlichting | 17. Februar 2020, 11:10

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