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Marginalia

Natur und Kunst

Vergessen wir die Dinge,
betrachten wir die Struktur

Georges Braque (1882 – 1963)

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Diskussionen

18 Gedanken zu “Natur und Kunst

  1. Das reizt mich gleich zum Widerspruch. 😉
    Etwas kann „gleich“ aussehen, aber völlig anderen Ursprungs sein.

    Verfasst von kopfundgestalt | 9. März 2020, 00:17
    • Solche gleichartig aussehenden Entitäten mögen zwar völlig verschiedenen Ursprungs sein, wie beispielsweise die Dendriten im Solnhofener Plattenkalk (https://hjschlichting.wordpress.com/2017/10/01/raetselfoto-des-monats-oktober-2017/) einerseits und der Darm eines Wurms andererseits (https://hjschlichting.wordpress.com/1993/09/02/wie-fraktal-ist-der-mensch/) und dennoch zeigen diese gleichartigen Strukturen auf tieferliegende Gemeinsamkeiten.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 9. März 2020, 13:29
      • Ob das aber Braque im Auge hatte?
        Danke aber für den schon öfters stattgefunden habenden Hinweis auf Prozesse physikalisch/chemischer Natur, die für bestimmte Strukturbildung verantwortlich sind. Ich will mir das PDF des 2ten Links mal anschauen.

        Verfasst von kopfundgestalt | 9. März 2020, 18:21
      • Vermutlich hatte er das nicht in dieser expliziten Form im Auge. Aber ich denke, er hätte es nicht ausgeschlossen, wenn er darauf angesprochen worden wäre. Künstler bereiten oft das Feld vor, das später beispielsweise von den Wissenschaften beackert wird. So hat Max Ernst unter dem Begriff der Décalcomanie fraktale Strukturen geschaffen und für seine künstlerischen Absichten verwendet, als das Wort in den Wissenschaften noch nicht einmal geprägt worden war.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 9. März 2020, 18:41
      • Daß Künstler oft das Feld der Wissenschaft vorbereiten, ist mir persönlich eigentlich neu.
        Aber Leute wie Picasso waren ja in allen Diskursen , die in dem erhitzten Paris des frühen 20. Jahrhunderts flimmerten, zuhause.

        Schön der Hinweis auf Max Ernst und der Décalcomanie!

        Verfasst von kopfundgestalt | 9. März 2020, 19:19
      • Vertrauter ist dir vielleicht, dass die (Wieder-) Entdeckung der Perspektive in der Malerei in gewisser Weise beflügelnd auf die im Entstehen begriffene neuzeitliche Physik gewirkt hat: Kopernikus versetzt sich gedanklich auf die Sonne und sieht die Planeten ausdieser Perspektive auf einfachen Bahnen um die Sonne kreisen. Von der Erde aus waren es komplizierte verschlungene Bahnen.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 9. März 2020, 22:51
      • Du hattest das, glaube ich, schon mal erwähnt.
        Einen neuen, sehr ungewöhnlichen Blickwinkel einnehmen, das hat ja auch schon was.

        Verfasst von kopfundgestalt | 9. März 2020, 22:55
      • Ja, manchmal wiederhole ich mich. Wie heißt es so schön bei Lewis Carroll: „What I tell you three times is true“.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 10. März 2020, 10:52
  2. Dein Zitat gibt den Weg zur abstrakten Kunst frei, Joachim. Eine schöne Woche wünscht dir Susanne

    Verfasst von Susanne Haun | 9. März 2020, 09:20
  3. Jaaaa!

    Verfasst von Myriade | 9. März 2020, 10:10
  4. Ich meine, die abstrakte Kunst wird niemals das Ziel sein können. Sie ist nur ein Schritt, um auf eine weitere Eigenschaft der Realität aufmerksam zu machen, die bis dahin zu wenig ins Bewusstsein getreten war: Stuktur und Farbe als eigenmächtige Sprache.

    Verfasst von gkazakou | 9. März 2020, 16:41
  5. So eine tolle Aufnahme! Die Natur ist wirklich die größte Künstlerin!

    ..grüßt Syntaxia

    Verfasst von o)~mm | 22. März 2020, 20:37

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