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Marginalia

Osterhase – an Kirchenmauer geschmiegt

Ein Jäger denkt und spricht: es ist die Welt ein Wald,
Des Wildes Lager-Statt, der Hasen Aufenthalt,
Und, mit Vergnügen steif vom täglichen Gerenne,
Begreift er nicht, wie man in Städten wohnen könne.*

Oh doch, lieber Herr Brockes, zu Ostern ist alles anders, da sind (vermutlich aushilfsweise) sogar Osterkaninchen in der Stadt tätig. Das abgebildete sieht zwar etwas verhuscht und ängstlich aus; außerdem ist der Korb mit den bunten Eiern nicht zu sehen. Aber die werden sich vielleicht noch in der Kirche befinden, an dessen Mauer das Tierchen hockt.


*Barthold, Hinrich Brockes. Aus: Im grünen Feuer glüht das Laub.

Diskussionen

11 Gedanken zu “Osterhase – an Kirchenmauer geschmiegt

  1. Ein Feik, wie man heutzutage zu sagen pflegt.
    Sooo schnell erobern Tiere die Stadt, man mag es kaum glauben.
    Wenn doch, dann ist der Hase kein Fuss.

    Verfasst von kopfundgestalt | 12. April 2020, 00:26
  2. Welch einliebreizener Gesell! und hat sich die Krichenmauer ausgesucht, der Schlauberger. Wo man ihn nicht verjagen wird und auch nicht jagen. So hoffe ich. Frohe Ostertage!

    Verfasst von gkazakou | 12. April 2020, 15:12

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