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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Natürliche Aufzeichung von Wellen

Blickt man über ein Gewässer, so ist es oft schwierig, den Wellengang im Wasser zu erkennen. Denn Wasser ist transparent und strukturlos. Aber Wasser reflektiert auch spiegelnd die Umwelt. Sofern diese genügend strukturiert ist, sehen wir auf dem Wasser ein mehr oder weniger detailliertes Muster, das im vorliegenden Fall auch noch durch seinen Farbenreichtum besticht.
Das Muster kommt dadurch zustande, dass die Wellen den unterschiedlichen Reflexionsrichtungen der gekrümmten Oberfläche entsprechend das Licht in unterschiedliche Richtungen schicken, was zu einer neuen Zusammensetzung vorher zumindest stückweise einheitlicher Flächen führt.
Daraus erkennt man zwar, dass das Wasser wellig ist, aber nicht in welcher Weise genau. Dafür das zu erkennen ist in der vorliegenden Situation auch gesorgt. Denn auf dem Wasser spiegeln sich drei vertikale Säulen, deren Reflexe die Wellenform an drei verschiedenen Stellen nachzeichnen.

Man kann also das Foto entweder als eine naturschöner Malerei ansehen oder als eine natürliche Experimentalsituation, die Auskunft über das Wellenverhalten des Gewässers liefert.

 

Diskussionen

4 Gedanken zu “Natürliche Aufzeichung von Wellen

  1. Ich denke eher, dass das drei Wasser-Nähte sind. Das Ganze muß ja zusammengehalten werden…
    Was wiederum eine neue, besondere Frage aufwirft: Wie sieht das Gewebe aus, aus dem alles ist?
    Schönen Dienstag Dir!

    Verfasst von kopfundgestalt | 9. Juni 2020, 01:09
  2. Mag es sehr gerne am Ufer zu sitzen und dabei ins Wasser zu schauen. Fotografiere aber am liebsten glatte Oberflächen, in denen sich so vieles, vor allem auch Wolken herrlich spiegeln.
    Aber sehr schönes Bild und interessante Erklärung.
    Liebe Grüße von Hanne

    Verfasst von hanneweb | 9. Juni 2020, 13:24
    • Ja, liebe Hanne, die glatten Oberflächen haben natürlich einen besonderen Reiz dadurch, dass die gespiegelten Objekte wiederzuerkennen sind, während dieser Kräuselspiegel alles mischt, wenn auch auf systematische Weise. Wenn man die genaue Wellenform kennte, könnte man den heilen gespiegelten Anblick rekonstruieren. Vielen Dank für deinen Kommentar
      und liebe Grüße, Joachim.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 9. Juni 2020, 15:16

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