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Marginalia, Physik und Kultur

Die Kunst eine Brille abzulegen

Um einer möglichen bösen Überraschung vorzubeugen, die darin bestehen könnte, dass die Brille vom Buch herunterrutscht und auf dem Fliesenboden zerbricht, habe ich sie mit dem einen Glas in der v-förmigen Vertiefung zwischen den beiden Buchseiten verankert.
Damit ging nun aber eine andere weniger böse, weil optische Überraschung einher. Das Brillenglas schien verzerrt, jedenfalls wenn man auf das Schattenbild blickte. Zum Glück gehen optische im Unterschied zu mechanischen Einwirkungen zärtlich mit den Gegenständen um, indem sie nur virtuelle und zudem reversible Deformationen und Verrückungen und das auch nur im Schattenbild hervorrufen. Bleibende Schäden sind daher nicht zu erwarten.
Außerdem tun sie das sehr herzlich.

Diskussionen

5 Gedanken zu “Die Kunst eine Brille abzulegen

  1. „Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort; Und die Welt fängt an zu singen, Triffst du nur das Zauberwort“
    Auch ich sah heute solch eine wundersames Brillen-Schattenbild.

    Verfasst von gkazakou | 18. September 2020, 00:09
  2. Klasse!

    Verfasst von Ulli | 18. September 2020, 06:53

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  1. Pingback: ScHerz | Die Welt physikalisch gesehen - 8. Oktober 2020

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