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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene, Physik und Kultur

Das Wassertröpflein

Tröpflein muss zur Erde fallen,
Muss das zarte Blümchen netzen,
Muss mit Quellen niederwallen,
Muss das Fischlein auch ergötzen,
Muss im Bach die Mühle schlagen,
muss im Strom die Schiffe tragen,
und wo wären denn die Meere,
wenn nicht erst das Tröpflein wäre*

Obwohl der Tau in der kühlen Nacht Molekül für Molekül aus dem übersättigten Wasserdampf der Atmosphäre an der Blume abgeschieden wird, sammelt es sich in Tropfen, die mit einer hautähnlichen Oberfläche das so entstehende flüssige Wasser zusammenhalten. Das Schicksal der Tropfen ist aber meist schon besiegelt, wenn die Sonne aufgegangen ist. Fallls sie nicht schon durch äußere Einflüsse herabgefallen und im Erdreich versickert sind, gehen sie wieder in den dampfförmigen Zustand über.


* Johann Wolfgang von Goethe (1743 – 1823)

Diskussionen

2 Gedanken zu “Das Wassertröpflein

  1. Wunderschön, wie du diese Tropfen an den zarten Blümchen im Bild festgehalten hast!
    Liebe Grüße von Hanne

    Verfasst von hanneweb | 21. September 2020, 09:14

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