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Energie und Entropie, Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Brechungsmuster von Trinkgläsern

Einige Gläser, die hier auf ihre Füllung warten erfreuen uns derweil mit eindrucksvollen Lichtmustern, die durch die Brechung des von oben einfallenden Lichts beim Durchgang durch die Gläser hervorgerufen werden. Diese Brechungsmuster bestehen aus hellen und dunklen Bereichen, die durch die Form der Gläser gestaltet werden. Dabei heißt hell heller als die Projektionsfläche (eine weiße Tischdecke) und dunkel dunkler als die Projektionsfläche.
Beim Durchgang des Lichts durch die Gläser wird es gebrochen, also aus seiner Richtung abgelenkt und zwar so, dass es beim Übergang von Luft in Glas zum Einfallslot hin und beim Übergang vom Glas zur Luft vom Einfallslot weg aus seiner Richtung abgelenkt wird. Aufgrund der Strukturen der Sektgläser führt das dazu, dass an einigen Stellen mehr und an anderen Stellen weniger Licht landet als es ohne die Gläser der Fall wäre. Die durch das Licht transportierte Energie, die vor allem in seiner Helligkeit zum Ausdruck kommt, ist erhalten, kann also weder erzeugt noch vernichtet werden. Daher kann man anschaulich gesprochen davon ausgehen, dass die helleren Stellen zwangsläufig anderswo dunklere Stellen zur Folge haben.
Im Licht stehende Trinkgläser sind also in der Lage, ihre Schönheit in Form von ästhetisch ansprechenden Brechungsmustern außerhalb ihrer selbst zum Ausdruck zu brinden und auf diese Weise zu steigern.

Vielleicht fällt der einen oder dem anderen auch noch auf, dass die konzentrischen Lichtringe unterhalb der Projektionsfläche der Tischdecke zu liegen scheinen, obwohl von einer Spiegelung keine Rede sein kann – eine schöne optische Illusion.

Diskussionen

8 Gedanken zu “Brechungsmuster von Trinkgläsern

  1. optische Illusion

    Da zeigt sich, was Sehen ist: Immer eine Konstruktion.

    Um das fortzuführen: Ich bin mal abends auf die Strasse geflohen (wo gottseidank kein Auto kam), weil mir aus einem Busch am Gehsteig etwas entgegenzukommen schien.
    Wie mir später klar wurde, war das Phänomen einer verstärkten Tränenflüssigkeit zuzordnen.

    Verfasst von kopfundgestalt | 7. Januar 2021, 11:09
  2. Wirklich schön. Mit Inhalt noch besser 🙂

    Verfasst von Nicole Kirchdorfer | 7. Januar 2021, 18:44
  3. Du sagst es 😉

    Verfasst von Joachim Schlichting | 9. Januar 2021, 22:27

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