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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Täuschende Sandstrukturen am Strand

Diese Sandstruktur ist im Überflutungsbereich eines Sandstrands entstanden. Sie wird von einem dünnen Waserfilm umspült, der aus den Ausläufern der an den Stand anbrandenden Wellen hervorgeht. Winzige Wellen zeugen vom fließenden Wasser. Die Tagesringe des etwa 50 cm langen Sandgebildes gehen auf die Ebbe- und Flutzyklen zurück, die an ihm zehren und an seiner Substanz knabbern. Sie tun dies aber in einer erstaunlich geordneten Weise, indem ein nahezu konzentrisches (mir fehlt ein besseres Wort) Gebilde entsteht.
Für mich und manche anderen Betrachter sieht die Struktur allerdings nicht erhaben, also aus dem Boden herausragend aus, sondern eher so, als würde sie sich wie ein tiefer Brunnen in den Boden absenken.
Wem das genauso geht, dem sei gesagt, dass diese Ansicht eine veritable optische Täuschung ist. Denn ich habe die Struktur nicht nur fotografiert, sondern mit eigenen Händen angefasst. Bemerkt und fotografiert habe ich diesen real-virtuellen Brunnen jedoch aus anderen Gründen – ich fand ihn einfach schön, naturschön.

 

Diskussionen

14 Gedanken zu “Täuschende Sandstrukturen am Strand

  1. Wo führt dieser Kanal hin?

    Verfasst von kopfundgestalt | 8. Januar 2021, 00:03
  2. Da fehlt mir wieder die Stranderfahrung. Aber Tagesringe ist ein interessantes Wort, und ich werde es künftig für die ringartigen Kalkablagerungen in Vasen oder Gläsern verwenden, in denen Wasser langsam verdunstet ist, oder von Blumen aufgesogen wurde.

    Verfasst von christahartwig | 8. Januar 2021, 09:35
    • Die ringartigen Ablagerungen in den Vasen sind auch sehr interessant, zeigen sie doch an, dass sich ständig etwas ändert. Anderenfalls müsste die Ablagerung einheitlich sein.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 8. Januar 2021, 10:37
      • Ja, genau das dachte ich auch. Würde man das genau erforschen, könnte man sicher viel über Temperaturschwankungen im Raum und was weiß ich noch erfahren. Sherlock Holmes, der sich ja sogar für die Geschwindigkeit, in der Petersilie in der Butter versinkt, interessierte, würde bestimmt etwas daraus deduzieren.

        Verfasst von christahartwig | 8. Januar 2021, 11:26
      • Stimmt, die Dinge die du anführst könnten von Belang sein. Ich habe in der Tat ein ähnlichen Phänomen auf der Agenda – Blätter in einer Wasserlache, die nach und nach austrocknet und ebenfalls Trockenränder ausbildet. Mal sehen ob ich irgendwann einmal dazu komme.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 8. Januar 2021, 12:56
  3. Wieder ein Wunderwerk! Ich komme bei all diesen erstaunlichen Beiträgen mit dem Lesen und Kommentiren garnicht hinterher….

    Verfasst von Johanna | 8. Januar 2021, 13:03
  4. Woraus besteht das Gebilde? Ein gewöhnlicher Sandhaufen wäre doch in wenigen Minuten weggespült, der hätte gar keine Zeit, solche feinen Tagesringe zu bilden. Da muss doch irgendeine Art Klebstoff die Sandkörner zusammenhalten?

    Verfasst von gnaddrig | 8. Januar 2021, 17:21

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