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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Pfützeneis – wie gemalt

Pfützen haben einen schlechten Ruf, weil sie meist mit Schmutz und Nässe in Zusammenhang gebracht werden. Dabei lässt man sie meist links liegen und verpasst zahllose Momente, in denen man entzückt wäre von der naturschönen Seite dieser zufällig entstandenen und auch nur begrenzte Zeit existierenden Miniteiche.
Vor allem wenn sie zufrieren, überziehen sie sich nicht einfach mit einer glatten Schicht à la Fensterscheibe. Vielmehr probieren sie in Abhängigkeit von den physi(kali)schen Umweltbedingungen und in Übereinstimmung mit den Naturgesetzen, die unterschiedlichsten Muster aus. Dabei spielen zufällige Einflüsse wie lokale Schwankungen der Temperatur, Geschwindigkeit mit der das Wasser versickert, Verschmutzungsgrad etc. eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Auf diese Weise hat man es in vielen Fällen mit Strukturen zu tun, die in ihrer Vielfalt mit den Eisblumen an Fensterscheiben (siehe z.B. hier und hier und hier) nicht nur mithalten können, sondern diese in der Vielfalt der Variationsmöglichkeiten noch übertreffen (siehe hier und hier und hier). Ich betone das deshalb, weil es heute kaum noch möglich ist zugefrorene Fenster zu sehen, während die Pfützen nach wie vor vorhanden sind.

Diskussionen

24 Gedanken zu “Pfützeneis – wie gemalt

  1. Pfützen bieten durchaus etwas 🙂
    Der Gerhard

    Verfasst von kopfundgestalt | 16. Januar 2021, 00:55
  2. Mir entgehen sie nicht, die Pfützen, vor allem wenn sich Eis auf ihnen gebildet hat. Da zücke ich oft auch den Fotoapparat 📷
    Hab ein schönes Wochenende!
    Herzliche Morgengrüße vom Lu

    Verfasst von finbarsgift | 16. Januar 2021, 07:37
  3. Kinder LIEBEN Pfützen!

    Verfasst von Verwandlerin | 16. Januar 2021, 07:52
  4. Pfützen sind in jeder Form etwas, das ich liebe – in deiner Variante eher von der feinen Art.
    Mir unvergessen der Jubelruf eines kleinen Jungen an seinen Freund „O, guck mal, eine Fütze!“ (der z-Laut unbedingt gelispelt zu rufen, zauberhaft).

    Verfasst von Ule Rolff | 16. Januar 2021, 09:21
  5. Der Hund und ich lieben gefrorene Pfützen, auch wenn wir manchmal in unserer Freude auf dem Hintern landen.

    Verfasst von Sybille Lengauer | 16. Januar 2021, 09:44
  6. Gefrorene Pfützen, v. a. wenn sich Blasen gebildet haben, sind für mich immer Das Highlight! Du hast hier eine sehr interessante Auswahl an Eiskreationen zusammengestellt. Das Zopfmuster in dem einen Link ist außergewöhnlich!

    Verfasst von Fotohabitate | 16. Januar 2021, 10:54
  7. Ja gefrorene Pfūtzen sind zauberhaft und machen Spass, nasse aber auch 😆

    Verfasst von Johanna | 16. Januar 2021, 11:45
  8. Ich liebe Pfützen. Sie entgrenzen durch Spiegelung den Raum nach unten hin und bieten oft überraschende Perspektiven. Tolle Aufnahme!

    Verfasst von derdilettant | 16. Januar 2021, 15:01
  9. ich war gestern mit einer Freundin im Wald spazieren und an einer zugefrorenen Pfütze musste ich an Dich und Deinen Blog denken. „da gibts einen der erklärt solche Phänomene immer so toll“

    Verfasst von Uschi | 26. Januar 2021, 11:01

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