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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Naturschöne Wasserpfütze

Nun gab es doch noch einige frostige Nächte, die zumindest auf dem Niveau der noch wassergefüllten Pfützen einige schöne Winterphänomene zurückbrachten. Eine Wasserpfütze hat bekanntlich nicht viel zu lachen. Höchstens wenn die Sonne lacht und einige Mitspieler, die dafür empfänglich sind, zum Mitlachen anregt.
Wenn eine Pfütze zufriert, wird ein Strukturbildungsprozess in Gang gesetzt, dessen Verlauf zwar in Einklang mit den Naturgesetzen abläuft aber kaum mit den Erwartungen, die man beim Zufrieren einer Pfütze hegt. Wie das Ergebnis aussehen könnte, ist kaum vorauszusagen. Dafür sind einfach zu viele Einflussfaktoren im Spiel, wie etwa: die topologische Beschaffenheit und Wasserdurchlässigkeit des Bodens, der Temperaturverlauf während des Tages und in der Nacht, die Einwirkung der Sonne am Tage und die der Pfütze zugewandte Himmelregion in der Nacht. An anderen Stellen (z.B. hier) wurden bereits die wesentlichen Aspekte typischer Strukturbildungsvorgänge beim Zufrieren von Pfützen beschrieben.
Daher interessiert uns hier vor allem die ästhetische Dimension der nächtlichen Zauberei, die sich bei Tage im Sonnenschein von der schönsten Seite zeigt. Dann sieht man nicht nur schwarzweiße Gebilde, sondern auch pastellartige Farben mischen sich ein. Sie kommen durch den sandigen Untergrund, das Reflexionsverhalten des Eises und andere Einflüsse wie die oft skurrilen Formen des Pfützenbodens zustande.
Obwohl man es mit einer nach außen hin durchgehend flachen Eisschicht zu tun hat, fällt es nicht schwer mit etwas Fantasie darin verschiedene dreidimensionale Formen zu erkennen. Mich erinneren die teils mit Wasser, teils mit Luft gefüllten Teilbereiche insgesamt an ein Gebilde ineinander verschachtelter Röhren. Aber man kann es auch einfach als ein schönes Gemälde der Natur ansehen.

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Diskussionen

4 Gedanken zu “Naturschöne Wasserpfütze

  1. Bei Röhren denkt man immer an Fernand Leger.
    Dessen Kunst konnte ich 1990 bei der Surealistenausstellung Frankfurt, wo ich ihn erstmals sah, wenig abgewinnen.
    Jetzt aber hat man/ habe ich viel konkrete Kunst gesehen und da reihen sich diese Pfützenformen wohlig-gut ein. 😀

    Verfasst von kopfundgestalt | 8. März 2021, 00:43
  2. Wiedermal traumhaft!! Wie von einem anderen Planeten 😅

    Verfasst von Johanna | 8. März 2021, 13:29

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