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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene, Physik und Kultur

Selbstbegegnung von Wellen

In dieser Szene auf einem kleinen Bach laufen die Wellen auf ein Hindernis zu. Sie werden von ihm reflektiert und überlagern sich mit den weiterhin einlaufenden Wellen. Dabei kommt es zu Verstärkungen und Abschwächungen der Höhe (Amplitude) der Wellenberge und der Tiefe der Wellentäler. Deutlich zu sehen ist die momentane Aufhebung der Wellenberge und -täler, wenn der Phasenunterschied zwischen einlaufender und reflektierter Welle gerade eine halbe Wellenlänge beträgt.
Dass man die Wellen als solche im an sich transparenten Wasser überhaupt sieht, ist den Spiegelungen der den Bach umgebenden Bäume auf dem Wasser zu verdanken. Diese führen überdies zu einer weiteren Strukturierung der Wasseroberfläche.
Bei der Betrachtung des Fotos sollte man jedoch nicht vergessen, dass es sich insofern um eine künstliche Situation handelt, als die natürlicherweise auftretenden Bewegungen in der Kameraaufnahme gewissermaßen eingefroren sind und so nie in natura beobachtet werden können. Nur dadurch, dass neben der Art und Weise (Auswahl, Blickwinkel, Belichtungszeit usw.) wie das Natürliche im Foto zu etwas Künstlichem wird, kann es manchmal auch zu etwas Künstlerischem werden.

Diskussionen

8 Gedanken zu “Selbstbegegnung von Wellen

  1. Schön gesagt!

    Verfasst von Ulli | 26. März 2021, 00:21
  2. Gewissermaßen schockgefroren.

    Wieso erfindet nicht jemand eine Kamera, die dem sehen nicht möglichst nahekommt, sondern vermittels eines Algorithmus etwas neues erzeugt?!
    Erst gestern bei hainbach, einem Musik Produzenten, ein Modul gesehen, dass zwei „Wellen“ intelligent verbrämt. Etwa zwei unterschiedlich schnelle Percussionstücke.

    Verfasst von kopfundgestalt | 26. März 2021, 10:19
    • Es gibt doch auf bestimmten Kameras Programme, die die Fotografie in bestimmter Weise verändern (ähnlich wie man es auch mit Bildbearbeitungsprogrammen machen könnte. Aber du hast Recht, man sollte das vielleicht viel mehr nutzen, um Neues zu sehen.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 26. März 2021, 10:30
      • Das sind die Filter. Ich nutzte sie kaum, nur für meine Schriften, um eine Serie davon zu beleben.
        Auf meiner Pocketkamera sind da viele Möglichkeiten. Muss mal Serien davon machen, um ihren Nutzen kennenzulernen.

        Verfasst von kopfundgestalt | 26. März 2021, 10:50
      • Ich selbst finde es besser, die Bilder später zu bearbeiten. Habe aber bislang so gut wie keinen Gebrauch davon gemacht.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 26. März 2021, 11:22
      • Das führt eh zu weit.
        Im letzten Fuerteurlaub 2019/2020 hatte ich viel mit dieser Pocketkamera ausprobiert, doch wenig ist geblieben.
        Wie sagte ich zu einem Freund: Die Kamera kann zum Mond fliegen, aber keine Makros machen…

        Verfasst von kopfundgestalt | 26. März 2021, 12:00
      • Wenn man nicht mit Bildqualität punkten kann, versucht man es mit derartigen Dingen. Was die Makros betrifft, so ist man da schon auf teure Hardware angewiesen, elektronisch und miniaturisch ist da nicht viel zu machen.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 26. März 2021, 17:26

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