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Didaktik, Geschichte, Wissenschaftstheorie, Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene, Physik und Kultur

Die niemals ruhende Wandlung

Kein Ding, kein Ich, keine Form, kein Grundsatz sind sicher, alles ist in einer unsichtbaren, aber niemals ruhenden Wandlung begriffen, im Unfesten liegt mehr von der Zukunft, als im Festen, und die Gegenwart ist nichts als eine Hypothese, über die man noch nicht hinausgekommen ist.*

Zum Foto: Das war mal ein Teil des Wurzelwerks eines längst gefällten Baumes, dessen Inneres, selten Geschautes, durch einen inzwischen darüber verlaufenden Wanderweg allmählich freigelegt wird. Manchmal lohnt es sich auch nach unten zu schauen. Hier war man dazu gezwungen, um nicht zu stolpern. Ich stolperte über die schöne Struktur.


* Robert Musil. Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek 1990. S. 250

Diskussionen

9 Gedanken zu “Die niemals ruhende Wandlung

  1. Du hast wieder viele bewegte Linien in der Natur gefundne. Stellte man es als Zeichnung dar würde es sicher als abstraktes Gebilde ohne Bezug zur Natur gesehen werden.
    Das fasziniert mich immer wieder,
    Eine schöne Osterwoche wünscht dir Susanne

    Verfasst von Susanne Haun | 29. März 2021, 10:04
  2. Manchmal erscheint es mir auch so als wolle die Natur mit ihren Mustern in Konkurrenz treten zu den Künstler*innen. Du hast völlig Recht, wenn einige Hinweise auf den natürlichen Ursprung weniger auffällig wären, könnte man in dem Motiv auch eine Zeichnung sehen.
    Auch dir eine schöne Osterwoche!
    Liebe Grüße, Joachim

    Verfasst von Joachim Schlichting | 29. März 2021, 11:26
  3. Musil klingt wie das Herz-Sutra
    .
    „Oh Shariputra, die Form ist leer und die Leere ist Form; Erscheinung ist nicht getrennt von der Leere, die Leere ist nicht gesondert von der Erscheinung; Form und Leerheit sind eins, ohne Leerheit keine Form.“ etc

    Verfasst von Myriade | 29. März 2021, 11:52
  4. Ein bezauberndes Naturkunstwerk, das verlockt die Spuren mit den Händen nachzufahren …

    Verfasst von hollaholle | 29. März 2021, 19:35
  5. Wie schön!!! Ich mag solche Naturstrukturen. Man kann so viel darin sehen!

    …grüßt Syntaxia

    Verfasst von o)~mm | 11. April 2021, 18:57

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