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Monatsrätsel, Physik im Alltag und Naturphänomene

Rätselfoto des Monats Mai 2021

Wie kommt es zu den spektralen Farbsystemen?

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Erklärung des Rätselfotos des Monats April 2021

Frage: Wie kommt es zu den Feuchtigkeitsstrukturen?

Antwort: Es ist neblig, feucht und kalt (wenige Grad über Null). Aber die noch sehr tief stehende, den leichten Nebel durchdringende Sonne verheißt einen sonnigen Tag. Der aluminiumverkleidete Universitätsbau ist mit Feuchtigkeit „beschlagen“. Die Feuchtigkeit rührt von den Wassertröpfchen des leichten Nebels her, die durch den Wind gegen die Gebäudewand strömen und hier haften bleiben. Das Phänomen ist in manchen warmen und unter Trockenheit leidenden Ländern vertraut. Der Morgennebel wird von einer Brise beispielsweise gegen die Olivenbäume getrieben, an deren Stämmen Wassertröpfchen hängen bleiben und anschließend herunter laufen. So kommt es auch ohne Regen zu einer mäßigen aber regelmäßigen Bewässerung.
Es bleibt die Frage, warum die Wand nicht gleichmäßig benetzt wird, sondern ovale feuchte Gebiete innerhalb der rechteckigen, von durchgehenden Metallsprossen begrenzten Felder entstehen. Die trockenen Ränder sind Ausdruck der Tatsache, dass der Wärmeübergang von innen nach außen ungleichmäßig erfolgt. Die Felder sind innen mit Isoliermaterial ausgefüllt. Nicht aber die Begrenzungssprossen. Sie stellen offenbar relativ gut leitende Wärmebrücken dar. Der dadurch bedingte größere Energiestrom führt zu einer schnelleren Verdunstung des dünnen Wasserfilms als in den wärmeisolierten Feldern. Da sich die von den Sprossen abgeleitete Wärme auch noch etwas seitlich ausbreitet, in den Ecken sogar von zwei senkrecht miteinander verbundenen Sprossen, ergeben sich zwangsläufig Abrundungen, die zu den ovalen Bereiche führen, in denen die Isolierung gut und die Verdunstung des Wassers nicht so stark ist.

Diskussionen

4 Gedanken zu “Rätselfoto des Monats Mai 2021

  1. Hast du an der Uhr gedreht???
    Mir kommt das Rätsel vom April sooo weit zurückliegend vor, wie „sonst etwas“.
    Unglaublich.
    Könntest du das öfters machen? Wäre schön…

    Verfasst von kopfundgestalt | 1. Mai 2021, 00:29
    • Ein Monat in Coronazeiten dauert vielleicht etwas länger. Aber wie will man das messen?
      Wenn ich es in der Hand hätte, würde ich bestimmt machen. Mir rast die Zeit normalerweise auch zu schnell.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Mai 2021, 08:36
      • In Teilen rast sie zu schnell, in anderen bedächtig langsam.
        Der Tag verfliegt sehr schnell, eine Woche erscheint dagegen schon richtig breit, ein Monat ist kaum zu ermessen.
        So in etwa fühlt es sich an.

        Verfasst von kopfundgestalt | 1. Mai 2021, 10:09
      • Generell kann ich das für mein Zeitempfinden nicht so bestätigen: Die Woche erscheint mir manchmal (zum Beispiel im Urlaub die erste Woche) sehr lang, manchmal aber auch sehr kurz, sodass ich ich mich dabei ertappe, die vergangenen Tage noch mal erinnerungmäßig durchzugehen. Bei den Monaten kann es ähnlich sein. Generell überwiegt bei mir, dass die Sommermonate zu schnell dahinrauschen…

        Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Mai 2021, 11:28

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