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Physik im Alltag und Naturphänomene

Naturschöne Tuffsteinskulpturen in Kappadokien

Ich wandere gern in den Bergen. In den Mittelgebirgen sind es vor allem die Pflanzenwelt, die Ausblicke auf die Landschaften und die Anblicke der Farben und Strukturen der Natur, die je nach Jahreszeit und Sonnenstand das Wandern bereichern. Im Hochgebirge beeindrucken die gewaltigen Felsformationen und die körperlichen Herausforderungen, die sie einem abverlangen. Ganz anders ist es in den Bergen aus Tuffstein in Kappadokien (Anatolien). Diese eher sanfte Berglandschaft ist vor etwa 30 Millionen Jahren aus der Asche gewaltiger Vulkanausbrüche entstanden. Wind und Wetter haben im Laufe der Zeit wahre Naturkunstwerke gestaltet. In dem in der Nähe von Göreme entstandenen Foto sieht man anhand eines durchgehenden Streifens unterschiedlicher Farben die früheren Sedimentationsschichten. Sie sind in der zurückliegenden Zeit durch Erosionsvorgänge aus dem weichen Material herausmodelliert worden. Die noch immer an den Steinen nagenden Strömungen von Luft und Wasser, sowie die damit verbundenen physikalischen und chemischen Reaktionen haben charakteristische Muster hinterlassen, denen die typischen Strömungsvorgänge gewissermaßen einbeschrieben sind. Diese steingewordenen Skulpturen werden in absehbarer Zeit ganz anders aussehen, weil die Erosionsvorgänge mit gleicher Intensität weitergehen.

Diskussionen

8 Gedanken zu “Naturschöne Tuffsteinskulpturen in Kappadokien

  1. Alles, nicht nur der Tuff, ist unausgesetzter Veränderung unterworfen.
    Heute morgen dachte ich das bei einem Blatt. Vorausgesetzt der lichteinfall sei dersselbe, würde man dennoch zwingend Veränderung wahrnehmen, Stunde um Stunde, Tag um Tag.

    Verfasst von kopfundgestalt | 4. Juli 2021, 00:25
  2. Fürwahr ein mächtiges Schwert!
    Im Februar 2018 feierte ich meinen Geburtstag in Schwerin und beim abendlichen Spaziergang am Pfaffenteich begegnete mir das Schwert der Sonne.
    Dass es mir begegnete, dafür warst du verantwortlich, sonst hätte ich es nicht registriert.

    Verfasst von kopfundgestalt | 5. Juli 2021, 00:22
    • Falsch eingeordnet bitte dem Beitrag des 5. Juli zuordnen. 😀

      Verfasst von kopfundgestalt | 5. Juli 2021, 00:23
    • Das ist eben das Tolle bei Naturphänomenen. Ein Leben lang wurden die Netzhäute von ihnen belichtet und dann irgendwann sieht man sie wie zum ersten Mal.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 6. Juli 2021, 12:42
      • Ein ganzer Sack an natürlichen Phänomenen steht niemals „zur Debatte“, man bemerkt die Dinge einfach nicht (unterschwellig schon, aber eine Vorinstanz hebt sie nicht ins Bewusstsein).

        Die Frage ist jetzt: Wären künstliche Phänomene denkbar, die man ebenso „übersehen“ könnte wie etwa das „Schwert der Sonne“ oder „den doppelten Schatten“?!
        Ich meine jetzt weniger den Bären, der durchs Feld rennt und den man nicht bemerkt, weil man am Zählen ist.
        Ich denke, man hat das sicher schon mal untersucht.

        Verfasst von kopfundgestalt | 6. Juli 2021, 19:59
      • Ich denke, dass das Beispiel mit den Bären gar nicht so schlecht ist. Das ist zwar so spektakulär, dass man sich als Ablenkung das Zählen ausgedacht hat, aber bei einem weniger spektakulären Beispiel könnte man auch ohne Zählen Phänomene übersehen. Mir fällt im Moment allerdings nichts Überzeugendes ein.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 6. Juli 2021, 20:32

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