//
Physik im Alltag und Naturphänomene, Physik und Kultur, Strukturbildung, Selbstorganisation & Chaos

Gebrochene Symmetrie

Symmetrien spielen in der Physik und in der Kunst eine wichtige Rolle. Doch noch wichtiger und schöner als die perfekte Symmetrie ist die Abweichung davon, der Symmetriebruch.

In diesem Fall ist vom Eindruck der Symmetrie nur noch die grobe Ausrichtung der Maserungen geblieben.

Wo ist die Grenze, dass man keine Symmetrie mehr wahrnimmt?

Werbung

Diskussionen

23 Gedanken zu “Gebrochene Symmetrie

  1. Musterbildung, etwa bei Schmetterlingsflügeln. Da ist nur der impetus, der wille initial da.
    was daraus wird, ist dann letztlich chaos im gestecktem rahmen..
    sorry, habe grade nur eine hand frei.

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von kopfundgestalt | 27. Oktober 2021, 00:16
  2. Deine Frage nach dem Kipppunkt mal wieder, sie ist immer wieder spannend. Hier könnte mensch sich über schrittweise Permutationen annähern, ab welchem Punkt die Symmetrie-Empfindung endet.

    Gefällt 2 Personen

    Verfasst von Ule Rolff | 27. Oktober 2021, 09:03
    • Ich vermute, dass der „Kipppunkt“ von Mensch zu Mensch verschieden ist, ähnlich wie die Einschätzung ob ein Muster zufallsbedingt ist oder eine gewisse Ordnung enthält.

      Gefällt 2 Personen

      Verfasst von Joachim Schlichting | 27. Oktober 2021, 09:25
      • Da gibt es bestimmt eine subjektive Bandbreite.

        Gefällt 1 Person

        Verfasst von Ule Rolff | 27. Oktober 2021, 09:52
      • Das Wort „Kipppunkt“ ist ja heutzutage sehr negativ belegt, zurecht.
        Man sieht einem System nur durch heftige Ausschläge (im Gleichgewichtssystem) an, ob es sich gerade einem Kipppunkt nähert. Und wenn der ominöse Punkt erreicht ist und das kann blitzschnell und plötzlich geschehen, kippt Das System immer abrupt in einen irreversiblen neuen Zustand.

        Gefällt 1 Person

        Verfasst von kopfundgestalt | 28. Oktober 2021, 16:48
      • Solche „Fluktuationen“ sind typisch für Phasenübergänge. Außerhalb der Physik gehören sie zu den grundlegenden Erfahrungen für Übergange: Schon Seneca äußerte zu Beginn der Zeitrechnung diesen vielzitierten Satz: »Es wäre ein Trost für unsere schwachen Seelen und unsere Werke, wenn alle Dinge so langsam vergehen würden, wie sie entstehen; aber wie dem so ist, das Wachstum schreitet langsam voran, während der Weg zum Ruin schnell verläuft.«

        Gefällt 1 Person

        Verfasst von Joachim Schlichting | 29. Oktober 2021, 10:01
      • Ja, das sind wahrlich grundlegende Muster, nicht nur in der Physik.

        Like

        Verfasst von kopfundgestalt | 29. Oktober 2021, 10:36
  3. Wir als „Geburtliche“ kommen immer mit und in einer überwiegend „gebrochenen Symmetrie“ an und leben fortan auch in dieser, was wir hilfsweise „die Welt“ nennen. Da wir aber aus einer ersten idealen Symmetrie kommen, bleiben wir zeitlebens auf der Suche nach ihr. Im günstigen Falle kommen wir zu „reichen Eltern, Verwandten etc.“ die ein Leben in Symmetrie mit mir versuchen. Zumindest versprechen Sie uns das Unhaltbare, bis wir den ersten „Bruch“ durchleben dem dann weitere folgen werden: Kleinere, Größere, Heilbare, Un-Heilbare. Was hilft: Wir müssen uns mit der Unvermeidbarkeit von gebrochenen Symetrien abfinden. Ungebrochen wäre das Leben unerträglich komplett. Es bliebe kein Spielraum für Abenteuer, Entwicklung, Lerneffekte etc. etc.

    „Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie.“
    ―Franz Kafka – https://gutezitate.com/zitat/246768

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von paulpeterheinz | 27. Oktober 2021, 11:06
  4. Was für die Physik „Bedeutungslos“ ist, ist für ein geburtliches Wesen nach 9 Monaten Schwebezeit in Vollpension, meist auch ähnlichen ersten 12 Monaten im Außen, ein Drama. Das bleibt es auch oft ein Leben lang. Es führt zu allerlei. Insbesondere zur Suche nach Ersatz für dieses Grunderlebnis. Dabei greifen manche eben auch in die „Sch..“.
    „Im Paradies hielt ich es für keine Saison, ja keinen Tag lang aus. Wie soll ich dann die Sehnsucht nach ihm erklären, die ich verspüre? Ich erkläre sie nicht, sie lebt in mir seit jeher, sie war in mir, bevor ich war.“
    E.M.Cioran aus „Vom Nachteil geboren zu sein“.

    Gefällt 1 Person

    Verfasst von paulpeterheinz | 27. Oktober 2021, 13:46
  5. Das finden wir ebenfalls eine spannende Frage. Ab wann wird die Abweichung von der Symmetrie als Hässlich bewertet? Das hängt wahrscheinlich vom Rezeptionshorizont des Betrachters ab. Alles, was über eine mittlere Abweichung vom Erwarteten hinausgeht.
    Alles Gute
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂
    P.S.
    Wir versuchten auf diese Fage auch auf unseren Blog in den Post über Schönheit und Hässlichkeit einzugehen
    https://fabfourblog.com/2021/01/12/beauty/
    https://fabfourblog.com/2021/02/23/ugliness/

    Like

    Verfasst von Klausbernd | 27. Oktober 2021, 20:29

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Photoarchiv

%d Bloggern gefällt das: