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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Sonne, Blüten, Meer…

Kaum zu glauben, dass ich vor zwei Wochen noch diesen Anblick genießen durfte. Inzwischen gewinne ich den Farben unserer Herbsten ähnlich positive Gefühle ab….

Diskussionen

6 Gedanken zu “Sonne, Blüten, Meer…

  1. Es ist schon interessant, das Lebensfreude und Jahreszeiten oft enger zusammengehören als der Verstand es sich eingestehen will. „Glücklich“ wem von einer Jahreszeit in die nächste sein „Auftrieb“ erhalten bleibt.
    Wir suchen und finden -treffsicher wie wir dabei sind- offensichtlich in allem Neuen über einen inneren Seismographen die Ähnlichkeit mit dem Vorhergehenden. Wir wollen/müssen/suchen „Anschluss“ und verschaffen dem Neuen einen Platz in unserem „Wohlsein“, unserer inneren Heimat, selbst in einer „guten“ Theorie. In dieser Hinsicht sind wir auf dem Grund unseres Wesens „Konservativ“. Unsere Gefühle wandern mit Ohr und Auge ins Außen und kommen im günstigen Fall „mit Ertrag Heim“. Wir bringen Innen und Außen „übereinander“ oder beklagen die Lücke. So werden wir alle Dichter. Wo kämen wir hin, wenn es mich und „die Welt“ (meine Welt) heute überhaupt nicht mehr so gäbe wie gestern oder die Farben des Sommers sich nicht auch in den Farben des Herbstes fänden. So träumen wir von der Kontinuität des guten Lebens, von der „Treue und ewigen Wiederkehr“ eines angenehmen Gefühls, das doch so schwankend ist.

    Ich nenne das gerne in Anlehnung an ein auch verfilmtes Buch von Peter Hoeg: „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“.

    Wenn diese Gespür implodiert, wenn der Zauber des nächsten Tages mich nicht mehr verzaubert, mir keinen Auftrieb verschafft, nicht mehr erscheint, werden wir im günstigsten Falle melancholisch, verspüren Weltschmerzen, im schwierigen Fällen depressiv.

    Dazu passt für mich immer wieder „Stufen“von Hermann Hesse ..oder “ Der Ochs und sein Hirte“ – der Buddistische Rat, sich an Nichts zu hängen…ODER -unbedingt zu empfehlen „Frederick“ von Leo Lionni.

    Verfasst von paulpeterheinz | 7. November 2021, 08:27
  2. Sehr schoen. Ich war am letzten Wochenende auch noch am Meer, bei Athen. Mein Sohn und ich sind sogar geschwommen. Das Wasser war angenehm. Die ganze Woche davor in Athen war jeden Tag Sonne. Erst am Sonntag am Flughafen, also genau vor einer Woche, hat es geregnet.

    Verfasst von 中国大好き | 7. November 2021, 09:45
    • In diesen trüben Zeiten ist so eine Sonne, Meer, Blumen… – Auffrischung schon etwas Besonderes, um gut über die Runden zu kommen. Genau das spiegelt sich für mich in dem Foto… Schön, dass ihr es auch noch genießen konntet.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 7. November 2021, 09:51
  3. Mir fällt dazu auch eine akustische Erinnerung ein:
    Ich war mal in Italien und musste vorzeitig abreisen. Von einer deutschen Kleinstadt aus rief ich am nächsten Tag dort an und wurde von mächtigen mediteranen Hintergrundgeräuschen daran erinnert, daß ich wieder in Deutschland war, wo es in der Fussgängerzone so gut wie still war.

    Verfasst von kopfundgestalt | 7. November 2021, 14:08

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