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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Vorsicht Pfütze – da sitzt einer.

Um sich nach dem Regen keine nassen Füße zu holen, heftet man oft den Blick auf die Straße, um den Pfützen ausweichen zu können. Dabei überlistet man sich manchmal Interessantes zu sehen. Im vorliegenden Fall sah es aus einiger Entfernung so aus, als würde dort jemand ganz in dunklem Himmelblau getönt liegend sitzen.
Neben dieser Pareidolie ist die Pfütze insofern physikalisch interessant, als das Wasser in ihr nicht nur den blauen Himmel spiegelnd reflektiert, sondern zusätzlich Sonnenlicht von einem mehr oder weniger breiten feuchten Rand ausgeht. Wie kommt es dazu?
Licht wird nur dann von einer spiegelnden Fläche ins Auge gelenkt, wenn der Einfallswinkel gleich dem Reflexionswinkel ist. Für irgend einen Ausschnitt des Himmels ist diese Bedingung so gut wie immer erfüllt, sofern er aus (fast) allen Richtungen zu sehen ist. Für die Sonne wäre das hier nur dann der Fall, wenn sie schräg von vorne schiene. Dass sie dennoch den Randbereich um die Wasserfläche herum erhellt, liegt daran, dass die Fläche aus unregelmäßig orientierten Elementen besteht, von denen das eine oder andere die Reflexionsbedingung erfüllt und man daher wenigstens viele kleine Sonnenreflexe zu sehen bekommt. Ihre Helligkeit ist so groß, dass die Zwischenräume überstrahlt werden und es so erscheint, als würde ein kontinuierlicher Randstreifen im reflektierten Sonnenlicht leuchten.

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Diskussionen

10 Gedanken zu “Vorsicht Pfütze – da sitzt einer.

  1. Wenn ich das richtig sehe, gibt es da eine Verwandtschaft zwischen dem Gleissen verbrannten Holzes in der Sonne und diesen Randbereichen.
    Die Figur im Zentrum der Pfütze gehört einer Frau. 😀

    Verfasst von kopfundgestalt | 2. Dezember 2021, 01:16
  2. Hm, ich sehe momentan nur Schwangere…. (in wenigen Tagen werde ich Oma….) Bitte alle verfügbaren Daumen drücken. Ich bin so aufgeregt. Liebe Grüße Marie

    Verfasst von mmandarin | 2. Dezember 2021, 04:51
  3. Na sowas Joachim, das ist doch…ja fast eine..na ich lasse es heute mal. Deine tolle Vorlage ist zu offensichtlich. Ich falle heute auf diese schöne Provokation nicht herein.
    Stattdessen:
    Habe ich es bei Dir oder anderswo gelesen: Die Pfützen sollten nicht gemieden sondern genutz werden zum betonten Pfützen-umspringen, – umlaufen. Das stärke die Muskeln, erhöhe die Beweglichkeit, stärke die Reaktionsfähigkeit, sei also echter früh- und altersgemäßer Sport. Aber diese unkluge ZIvilgesellschaft macht ja alles sofort „Plan“, ebnet jede Abweichung sofort ein, kaum einer hat da noch Chancen etwas für seine Gesundheit zu tun. Stattdessen alles Eben, alles Einförmig, Monotonie schient eine neue Kunstrichtung geworden zu sein…außerhalb der Museen. Das auch angeregt durch empörte Bürger. Wie sähe das hier sonst nur aus!!! Man könne sich ja seine Knochen brechen. Dioe seien doch auf sowas nicht vorbereitet.

    Verfasst von paulpeterheinz | 2. Dezember 2021, 06:27

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