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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Der Mond verrostet nicht

Die rote Färbung lässt erahnen, was dereinst aus diesen im Moment noch stark wirkenden Eisenteilen werden wird – Rost, Staub, schließlich vom Wind verweht… Die Natur duldet keinen Stillstand, alles zerfällt und alles wird wieder neu. In größeren Zeiträumen betrachtet wird es keine Spuren von der menschlichen Zivilisation mehr geben. Was sind schon Millionen Jahre im Vergleich zum Alter der Erde?
Ganz anders ist es auf dem Mond. Wer sollte dort – außer vielleicht abgesehen von einem verirrten Kometen – irgendetwas verändern? Die ersten Menschen auf dem Mond fanden ihn so vor, wie er abgesehen von einigen Kratern in etwa seit seiner Entstehung ausgesehen hat. Die neuen menschlichen Spuren auf dem Mond wird so schnell keiner vernichten und es stellt sich die Frage, ob die Menschen nur deshalb auf den Mond wollten, um – vielleicht unbewusst – ihre Spuren – sogar im wortwörtlichen Sinn – zu hinterlassen. Denn dort ist alles ziemlich sicher vor Erosion und Korrosion.

Diskussionen

10 Gedanken zu “Der Mond verrostet nicht

  1. Aber es kommen doch im Gegensatz zu Erde winzigste Teile dort an, sie können nicht in einer Atmosphäre verglühen.
    Oder doch nicht?

    Verfasst von kopfundgestalt | 18. Dezember 2021, 00:12
  2. Und wahrscheinlich auch auf der Müllhalde Weltall, oder?

    Verfasst von tinderness | 18. Dezember 2021, 01:42
    • Den Müll wird die Erde kaum los. Der sog. Weltraumschrott müsste schon so stark beschleunigt werden, dass er den Einzugsbereich der Erde verlassen könnte. Ansonsten „regnet“ über kurz oder lang alles wieder auf die Erde zurück.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 18. Dezember 2021, 10:13
      • Ich habe nie verstanden, warum man diesen Müll immer in Kauf genommen hat und in Kauf nimmt: Müll, der einem mit grosser Gefahr auf den Kopf fallen wird …

        Verfasst von tinderness | 18. Dezember 2021, 10:43
  3. Danke für diese Erklärung! Nun begreife ich, was Menschen auf dem Mond suchen, woher die milliardenschwere Mondsucht: Unvergänglichkeit.
    Dafür taten die Menschen schon immer alles un-mögliche: sie glaubten sogar ans un-mögliche. Vieles davon wurde auch möglich.

    Verfasst von paulpeterheinz | 18. Dezember 2021, 07:55

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