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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Ein wenig Farbe ins trübe Grau

Eigentlich sollte dies ein physikalischer Beitrag zu den Farben der Spannungsdoppelbrechung werden. Dazu habe ich im schwach polarisierten Himmelslicht einen Kunststoffbehälter fotografiert. Die Farben fielen jedoch ziemlich flau aus. Ich wollte mit einem Bildbearbeitungsprogramm etwas nachhelfen, um den Effekt deutlicher zu machen und landete bei diesem Bild (siehe Foto), das ich aber ehrlicherweise nicht mehr als reinen physikalischen Effekt verkaufen kann, weil die Farben übertrieben bunt ausfallen. Da sie aber einen schönen Kontrast zum aushäusigen Grau abgeben, bringe ich es hier trotzdem. Auf die natürlichen Polarisationsfarben komme ich dann später zurück, wenn die blühenden Blumen ihre Zuständigkeit für schöne Farben übernommen haben.

Diskussionen

15 Gedanken zu “Ein wenig Farbe ins trübe Grau

  1. „Aushäusig“ ist „gut“.
    Heute verwendete ich den Ausdruck “ unwirtlich“. Meine Frau mag den Ausdruck nicht, sie findet ihn „dated“.

    Verfasst von kopfundgestalt | 6. Januar 2022, 00:29
  2. Lieber Joachim,
    Danke für die Farben zum Tagesbeginn.
    Liebe Grüße von Susanne

    Verfasst von Susanne Haun | 6. Januar 2022, 06:29
  3. In jedem Menchen „wohnt“ ja ein solch eigensinniges Bildbearbeitungsprogramm, das die Symphonie des Lebens und die ewige Wiederkunft des Gleichen in immer neuen Farben oder neuen Farbkonstellationen bearbeiten kann. So bunt wie in Deinem Bild. Es kann aber auch vorkommen, das die Farbpatrone mal leer läuft und das trübe Grau dominiert. Dann hört man das Programm summen: „Du hast den Farbfilm vergessen, mein lieber xy….“

    Vom Bildbearbeitungsprogramm des Lebens schreibt Nietzsche:
    „Das Leben besteht aus seltenen einzelnen Momenten von höchster Bedeutsamkeit und unzählig vielen Intervallen, in denen uns besten Falls die Schattenbilder jener Momente umschweben. Die Liebe, der Frühling, jede schöne Melodie, das Gebirge, der Mond, das Meer – Alles redet nur einmal ganz zum Herzen: wenn es überhaupt je ganz zu Worte kommt. Denn viele Menschen haben jene Momente gar nicht und sind selber Intervalle und Pausen in der Symphonie des wirklichen Lebens“

    Das Nietzsche dabei an „Alle“ denkt als einer, der das ganze Leben kennt und nicht nur die wenige Momente, das zeigen die unterschiedlichsten Zeiten über die er dazu geschrieben hat: der Zeit vor Sonnenaufgang, der Morgenröte, Mittag und Abend, der Nacht und Mitternacht. Man kann von manchem „Alten“ lernen, wenn sie selber etwas gelernt haben.

    Verfasst von paulpeterheinz | 6. Januar 2022, 08:06
  4. Genau das richtige Angebot für die gestrige Düsternis, Joachim. Es macht gar nichts, dass ich das Foto erst heute bei knalligem Sonnenschein entdecke.

    Verfasst von Ule Rolff | 6. Januar 2022, 15:51
  5. Genau. Was wäre das Leben ohne Veränderung – so lange diese sich in einem vernünftigen Rahmen bewegen… 😉

    Verfasst von Joachim Schlichting | 6. Januar 2022, 19:11

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