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Energie und Entropie, Monatsrätsel, Physik im Alltag und Naturphänomene

Rätselfoto des Monats Februar 2022

Wie kommt es zu den Strukturen im Eiszapfen?


Erklärung des Rätselfotos des Monats Januar 2022
Frage: Wie kommt es zu den weißen Nadeln?
Antwort:
Diese filigranen und gegen Berührung sehr sensiblen Kunstwerke der Natur entstehen, wenn die Temperatur einige Grade (-8 °C) unter Null liegt und die Wasserdampfkonzentration sehr hoch ist (relative Feuchte über 90%).
In der Nähe von kalten Gegenständen überschreitet die relative Feuchte 100 % und die überschüssigen Wasserdampfmoleküle tendieren unter derartigen Bedingungen dazu, sich an kalten Gegenständen niederzulassen und sich auf diese Weise am Aufbau von Eiskristallen zu beteiligen (Resublimation). Am günstigsten sind die Stellen, an denen sich bereits kleine Kristalle befinden. Daran docken die Moleküle an und die Kristalle wachsen wie in diesem Fall meist nadelartig nach außen dem Nachschub entgegen. Dieser wird mit dem Wind herbeigeführt.
Eis ist an sich transparent. In Form winziger Kristalle reflektiert es die von den Objekten ausgehenden Lichtstrahlen jedoch in alle Richtungen, sodass die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen verlorengehen und damit die Transparenz durch ein zauberhaftes Weiß ersetzt wird (Lichtstreuung).

Diskussionen

14 Gedanken zu “Rätselfoto des Monats Februar 2022

  1. Lufteinschlüsse sind, aber das ist sicher zu wenig😀

    Verfasst von kopfundgestalt | 1. Februar 2022, 00:02
    • Das sagt sich so leicht dahin, aber dafür muss es auch Gründe geben.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 09:57
      • Leicht dahin, weil es nach Mitternacht war und nur mit Phone bewaffnet…
        Ich sehe etwas ähnliches im Tropfengebilde wie bei den langen Eisnadeln an Kiefern, die Du unlängst darstelltest.
        Hier scheint nachlaufendes Wasser über eine senkrechte Struktur mit waagerechten Ausläufern, die wie diese Eisdentriten aus meiner vorherigen Kiefer_Bemerkung aussehen, geraten zu sein.
        Das würde ein irritierendes Wechselspiel zwischen Frieren und Nichtfrieren bedeuten.
        Vor allem weiß ich nicht, wie diese initiale senkrechte Struktur entstanden ist. Vergeblich sucht man einen Faden, an dem entlang sich diese ereignete.

        Verfasst von kopfundgestalt | 1. Februar 2022, 10:14
      • Da ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu viel verraten will, bitte ich dich noch um ein wenig Geduld. Es sind nämlich auch noch „Ratende“ im Spiel, die sich per Email melden.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 11:37
  2. sodass die nachbarschaftlichen Beziehungen…verlorengehen …schöner Satz!

    Das Weiss aufgrund strahlen-igelei hatte mir im Anfang meiner makrospielereien immer unverstanden Probleme bereitet.

    Verfasst von kopfundgestalt | 1. Februar 2022, 00:08
    • „strahlen-igelei“?

      Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 10:01
      • Igelkissen…
        Manche haben auch kleine StopfKissen zuhause, in denen Nadeln stecken.

        Verfasst von kopfundgestalt | 1. Februar 2022, 10:02
      • Okay, ich verstehe. Aber bei Kristallen ist die Vorstellung, dass die von einem Gegenstand ausgehenden Strahlen durch die unterschiedlich orientierten der Kristalle beliebig durcheinander „gewirbelt“ werden, so dass vom ursprünglichen Aussehen des Gegenstands nicht mehr zu erkennen ist außer einer zu Grau gemischten Fläche.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 11:02
      • Mein Punkt war, daß die winzigen Kristalle das Licht ähnlich Igelnadeln durcheinanderwerfen, sodaß dieses Grau entsteht. Dieses Grau vernebelt die eigentliche Gestalt der Kristalle. Insofern kann ich da mit meinem Makro nichts ausrichten. Ich bekomme nur weissgrauen „Schaum“ zurück, keine kubistisch anmutenden Gebirge.

        Verfasst von kopfundgestalt | 1. Februar 2022, 11:25
      • Liegt es nicht daran, dass die Schärfentiefe zu klein ist?

        Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 11:41
  3. Hier „weint“ jemand eine lange Träne entlang seiner uralt vertrauten Führung, indem die einzelnen Tränen durch die Kälte vor dem Absturz aufgefangen werden. Das Gebilde möchte uns sagen: „Seht nur wie ich vor lauter Leid weine und nur noch selten Freudentränen absondere“. Die Natursprache ist ja seit langem „schwankend“. Aber was soll man sagen, wenn selbst Gletscher schon weinen, sodass die Gondeln Trauer tragen?

    Verfasst von paulpeterheinz | 1. Februar 2022, 14:34
    • Da muss die Zähigkeit der Träne aber sehr groß sein, was eher dem Rotz eigen wäre… Das mag ich mir bei der Schönheit des Gebildes aber nicht vorstellen. Ich kann also deiner Erklärung aus physikalischer Sicht nicht zustimmen. „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ habe ich damals gesehen und nicht gut gefunden.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 1. Februar 2022, 15:27
  4. Lufteinschlüsse, wenn neue herunterlaufende Tropfen sich beim Frieren zusammenziehen?

    Verfasst von Claudia Hinz | 3. Februar 2022, 20:09

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