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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene, Strukturbildung, Selbstorganisation & Chaos

Wellenmuster einer eiligen Gans

Auf einer Wanderung in der Krummhörn traf ich auf dieses weiße Gans, die auf die Brücke zueilte, auf der ich eine kurze Rast einlegen wollte. Sie zeichnete dabei dieses schöne Wellenmuster ins Wasser, sodass ich sofort bereit war, meinen Proviant mit ihr zu teilen – jedenfalls im Verhältnis zu unseren Körpergewichten.
Weil Wasser transparent ist, kann man die Oberflächenstruktur nur dann erkennen, wenn das von ihr ausgehende Licht nicht einheitlich strukturiert ist, sondern aus farblich unterschiedlichen, hier im Wesentlichen hellen und dunklen Bereichen besteht. Das ist oft durch die Spiegelung prägnanter Wolken oder wie im vorliegenden Fall durch die Spiegelung des noch unbelaubten Geästs von Bäumen im Wasser gegeben.
Obwohl das Herannahen der Gans ganz leicht und unangestrengt wirkt, zeigt die Tiefe der Bugwelle, dass sie doch einige Energie investieren muss, um schnell zu einer Kompensation zu gelangen. Die Gans muss gute Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, dass sie den Einsatz für lohnend erachtet.
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Diskussionen

14 Gedanken zu “Wellenmuster einer eiligen Gans

  1. Sie wusste ja nicht, daß sie Dir auch etwas gibt.
    Ohne Bäume hätte sie wenig geben können.

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    Verfasst von kopfundgestalt | 16. März 2022, 09:09
  2. Wahrscheinlich kannte sie dich schon, Gänse haben ein gutes Gedächtnis, Joachim (wilde Behauptung meinerseits).

    Aber nicht nur die Bewegungsmuster der Gans sind auffällig, auch das weitere Spiegelungsgeflecht auf der gesamten Wasseroberfläche ist von bemerkenswerter Harmonie.

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    Verfasst von Ule Rolff | 16. März 2022, 11:04
  3. Das ist fürwahr sehr beeindruckend!

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    Verfasst von tinderness | 16. März 2022, 14:23
  4. Tolle Strukturen, ich mag solche Wassergemälde sehr. Es gibt immer viel darin zu entdecken.

    ..grüßt Syntaxia

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    Verfasst von bohlmeise | 18. März 2022, 21:25
  5. Bin ja über Deinen physikalischen Blick immer wieder erstaunt. Sie will wahrscheinlich was zu fressen und Du studierst ihren Energieverbrauch anhand der Wellen 🙂 Irgendwie genial!

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    Verfasst von Claudia Hinz | 19. März 2022, 23:29

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