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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene, Strukturbildung, Selbstorganisation & Chaos

Morgensonne gespiegelt im Waldbach

Wegen der noch tiefstehenden Sonne lag bei diesem Morgenspaziergang der Wald noch weitgehend im Schatten. Hier und da gab es einen hellen Sonnenfleck, der wegen des Kontrasts die Details des Waldbodens überstrahlte. Erst wenn man näher kam und die Augen sich auf die Helligkeit einstellen konnten, war alles zu erkennen. Einer dieser Sonnenflecken fiel auf den Waldbach und dessen bewegtes Wasser reflektierte das Licht spielgelnd in die Augen. Da der Spiegel in diesem Fall aus einer bewegten, teils stationären, teils sich verändernden welligen Oberfläche bestand, wurden die gespiegelten Gegenstände entsprechend deformiert. Hinzu kommt, dass sich wegen der Transparenz des Wassers auch noch Details des Untergrunds mit einmischen, sodass sich bewegte Bilder ergaben, von denen das Foto eine Momentaufnahme zeigt.
Auch wenn man nicht wüsste, welcher Gegenstand in dieser Aufnahme gezeigt wird, düfte intuitiv klar sein, dass wir es nicht mit einem zufallsgenerierten Szenario zu tun haben, sondern mit dem Anblick eines real ablaufenden Vorgangs.

Diskussionen

7 Gedanken zu “Morgensonne gespiegelt im Waldbach

  1. Eine wunderschöne Momentaufnahme eines sehr bewegten Geschehens!
    Als Video wäre es bestimmt auch sehr schön.
    Dann würden wir deutlicher unterscheiden können: was Wasserwirbel sind, was tieferes und was Oberflächenwasser, also bewegte, fließende Wellen, was Untergrund, also z.B. (helle, größere) Steine, was Sonnenglanz.
    Und der Ton, also das Plätschern, Gurgeln, Rauschen wäre diempassende Begleitmusik.
    Und schön ist natürlich auch, wenn so ein Sonnenfleck aus dem sonst durch Bäume beschatteten dunklen Bach hervorleuchtet.
    Die Natur hält ja so viele Überraschungsmomente bereit, immer wieder neu und anders. Langweilig wird es nie.

    Verfasst von Gisela Benseler | 10. April 2022, 08:32
    • Als Video hätte die Situation einen eigenen Reiz, weil Bewegung und Akustik hinzukäme. Das „Einfrieren“ der Bewegung im Bild hat aber auch eine surreale Wirkung. Denn so, wie hier abgebildet sieht man es ja in der Natur gar nicht. Unsere Augen können die Bewegung nicht zum Stillstand bringen und je nach vorgegebener Belichtungszeit mehr oder weniger stark – gewissermaßen in künstlerischer Absicht – dehnen. Langweilig wird es nie- du sagst es.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 10. April 2022, 09:34
  2. Ein Gemälde kann nicht schöner sein …

    Verfasst von Claudia Hinz | 10. April 2022, 10:56
  3. Ein feines Naturgemälde, unwiederbringlich.

    …grüßt Syntaxia

    Verfasst von o)~mm | 10. April 2022, 14:15

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