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Physik im Alltag und Naturphänomene

Polygonale Sandmuster

Dieses polygonale Muster sah ich in einem dicht am Meer gelegenen hinter einigen Dünen tief gelegenen Sandgebiet. Obwohl es während der Beobachtung (Fotografie) völlig trocken war, vermute ich, dass die Musterung darauf zurückzuführen ist, dass unterhalb des Sandbodens das Grundwasser in geringer Tiefe anzutreffen ist. Und dieses Grundwasser dürfte wegen der Nähe des Meeres salzhaltig sein (Brackwasser). Durch die Verdunstung eines Teil des in Kapillaren zwischen den Sandkörnern aufsteigenden Salzwassers an der Oberfläche des Sandes bleibt gelöstes Salz zurück. Es führt allmählich zu einer Anreicherung des Salzes an der Oberfläche und damit zu einer helleren Färbung. Da ein Teil des Wasser an den Rändern solcher Polygone durch absinkendes Wasser innerhalb der Polygone teilweise kompensiert wird, entsteht ein solches an eine Bénardkonvektion erinnerndes Muster.

Dies ist eine grobe vorläufige Vermutung und muss weiter untersucht werden.

Diskussionen

8 Gedanken zu “Polygonale Sandmuster

  1. Das scheint mir aber die Polygonenform nicht zu erklären.

    Mir fiel (passend oder unpassend) ein Song eines fränkischen Liedermachers ein, der in etwa „Beton, Beton“ heißt. Ihn ihm wird von der samstäglichen Lustbarkeit des Frankens gesprochen, zu betonieren (oder wahlweise zu fliesen). Versiegelung des Bodens ist „Pflicht“. 🙂

    Verfasst von kopfundgestalt | 12. April 2022, 00:36
    • Die Polygonform (im Idealfall die Hexagonalform) ist wieder einmal der Tendenz der Natur zu verdanken, unter den gegebenen Bedingungen so viel Energie wie möglich an die Umgebung abzugeben. Das hier im Einzelnen auszuführen, würde an dieser Stelle zu weit führen.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 18. April 2022, 17:45
      • Vielleicht gibt es einen Link dazu?!

        Verfasst von kopfundgestalt | 18. April 2022, 21:14
      • Ich habe ja einen Link angegeben, aber gebe zu, dass er deine Frage nur sehr indirekt beantwortet. Jedenfalls sind die Konvektionszellen bei der Bénardkonvektion auch energetisch optimiert. Man könnte sich ja als Extrem vorstellen, dass nur eine Konvektionswalze zum selben Ergebnis führte. Aber der energetische Aufwand wäre, wie man sich ja vielleicht anschaulich vorstellen könnte, wesentlich aufwändiger.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 18. April 2022, 21:27
  2. Interessant. So bildet der Salzgehalt des Brackwassers im Sand hier wabenförmige Muster.

    Verfasst von Gisela Benseler | 12. April 2022, 01:36

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