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Physik im Alltag und Naturphänomene, Physik und Kultur

Ringwellen in der Literatur

Wenn ihr einen Stein ins Wasser werft, so beurteilt ihr die Größe Masse und Gewicht des Steins nach den Zirkeln die er im Wasser beschreibt.*

Offenbar waren solche Veranschaulichungen von abstrakten Gegebenheiten mit Hilfe von Naturphänomenen zur Zeit von Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792), der diese Zeilen geschrieben hat, verständlich. Heute würden viele Menschen ihre Probleme damit haben.
Lenz wusste also und setzte dieses Wissen auch bei seinen LeserInnen voraus, dass die „Zirkel“, also die Ringwellen, die ins Wasser geworfene Steine hinterlassen, je nach der Größe des Steins unterschiedlich ausfallen.
Für größere Steine beobachtet man nämlich, dass die von der Sinkstelle ausgehenden Wellen nach außen hin eine größere Wellenlänge aufweisen und sich daher mit einer größeren Geschwindigkeit ausbreiten als die mit der kleineren Wellenlänge. Bei sehr kleinen Steinen ist es genau umgekehrt.

Physikalische Erklärung


 * Jakob Michael Reinhold Lenz. Über Götz von Berlichingen. In: Essays und Reden. Berlin 2017.

Diskussionen

5 Gedanken zu “Ringwellen in der Literatur

  1. Bei sehr kleinen Steinen ist es genau umgekehrt? Also je kleiner, desto langsamer die Kreise?

    Verfasst von Gisela Benseler | 30. April 2022, 00:12
  2. Ein sehr schönes Foto.

    Verfasst von Gisela Benseler | 30. April 2022, 00:43
  3. Danke, woher die Farben stammen, – gewundert hatte ich mich schon….

    Verfasst von Gisela Benseler | 30. April 2022, 09:49

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