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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Aufzug eines Gewitters

Das klingt nach einer Theateraufführung und sieht auch so aus. Der Tag ist sonnig, mild und schön. Gegen Abend ertönt ein Grollen in der Ferne. Ich verwerfe sofort den Gedanken, dass es eine Vorwarnung sein könnte. Als dann aber ziemlich schnell ein dunkler Vorhang vor die Sonne zieht, ist mir klar, dass ein neuer Akt beginnt, in dem die Zuschauer unmittelbar mit einbezogen werden. Manchmal hasse ich diese neumodischen Aufführungen. Ich schaffe es gerade noch mich unterzustellen, dann brechen die Wolken als sollte mit Windeseile alles weggeschwemmt werden, was den Tag so einzigartig erscheinen ließ.

Diskussionen

30 Gedanken zu “Aufzug eines Gewitters

  1. Das ist sehr beeindruckend!

    Verfasst von Gisela Benseler | 20. Mai 2022, 00:05
  2. Wow! Was für ein beeindruckendes Bild!

    Verfasst von Seelengedicht | 20. Mai 2022, 00:07
  3. Diese Einbrüche erscheinen abrupt und auch selten nachhaltig.

    Verfasst von kopfundgestalt | 20. Mai 2022, 00:26
  4. Ich mag die modernen Theater auch nicht, besonders die nicht, wo man nicht mal den Regisseur oder Autor beschimpfen darf. Aber Gewitter haben doch auch eine besondere Schönheit.

    Verfasst von gkazakou | 20. Mai 2022, 08:47
    • Ich gestehe es, manchmal genieße ich eine Aufführung im historischen Gewand…

      Verfasst von Joachim Schlichting | 20. Mai 2022, 09:03
      • … Ich erinnerte mich an mein erstes Erlebnis mit „interaktivem“ Theater, 1966 war es wohl, in Berlin, sie gaben die „Publikumsbeschimpfung“ von Peter Handke. Wir waren als Gruppe erschienen und beschimpften unsererseits die Schauspieler, die nicht darauf gefasst waren, aus dem Text gerieten und schließlich bewegungslos am Boden lagen. Natürlich wurden wir von den anderen Besuchern beschimpft, die offenbar Lust auf das Stück hatten, in dem sie beschimpft wurden. Es war eine wichtige Erfahrung: was geschieht, wenn man den Kunstraum transzendiert und zur realen Szene zurückkehrt?

        Verfasst von gkazakou | 20. Mai 2022, 10:27
      • Ich habe damals von dem Stück gehört und fand es revolutionär. Immerhin hat es was bewirkt. Einen Zugang zu Handke habe ich dennoch nicht so richtig gefunden.
        Damals beschäftigte ich mich mit den alten Stücken von Aischylos, Sophokles, Euripides… und deren modernen Epigonen wie Anouilh, Giroudoux etc. Es gab in den 60er Jahren eine ganze Serie im Radio über die Atriden mit tollen Aufführungen und von Walter Jens kommentiert und mit Hintergrundinformationen versehen…

        Verfasst von Joachim Schlichting | 20. Mai 2022, 10:44
  5. Gestern abend sah ich das Photo nur in Schwarz-Weiß. Farbig ist es natürlich noch viel beeindruckender.

    Verfasst von Gisela Benseler | 20. Mai 2022, 09:03
  6. So schnell zog das Gewitter auf. Es war sicher sehr heftig.

    Verfasst von Gisela Benseler | 20. Mai 2022, 09:05
  7. Wenn die Wetter-Meldungen zutreffen, wird die Aufführung heute wiederholt. Mit gesteigerter Dramatik, so wird befürchtet.
    Gewitter fand ich schon immer faszinierend. Allerdings seit einem Wassereinbruch im Keller mit gemischten Gefühlen…
    Die Kamera werde ich aber bereithalten, wenn es losgeht nachher.

    Verfasst von Anna | 20. Mai 2022, 10:45
  8. Theateraufführung vor dramatischer Kulisse … wirklich toll!

    Verfasst von Claudia Hinz | 22. Mai 2022, 20:50

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