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Marginalia, Physik im Alltag und Naturphänomene

Mondsüchtig

Als ich den im Wind flatternden Bändern mit dem Blick folgte, wurde ich direkt auf den nachtmittaglichen zunehmenden Halbmond gelenkt. Alle Teile wurden von derselben Seite von der Sonne angestrahlt. Der Mond ist auch nur ein im Licht der Sonne hängender „Gegenstand“. Natürlich ist er nicht nur das, aber das auch. Das muss man sich manchmal klarmachen.

Diskussionen

16 Gedanken zu “Mondsüchtig

  1. Der Mond als Reflektor…

    Verfasst von kopfundgestalt | 10. August 2022, 00:10
  2. „natürlich ist er nicht nur das“…. Dies“nicht nur das“ ist es, was mich eigentlich interessiert. Denn die Materialität des Mondes und dass er sein Licht von der Sonne erhält ist die am einfachsten zu begreifende Tatsache.

    Verfasst von gkazakou | 10. August 2022, 09:13
    • Es gibt einen schönen Aufsatz von dem von mir geschätzten Pädagogen, Martin Wagenschein: Die beiden Monde. Darin weist er genau auf die beiden Seiten hin. Über den Mond der Dichter und Liebenden wollte ich mir an dieser Stelle nicht anmaßen etwas zu sagen.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 10. August 2022, 11:33
      • Der Abschluss mit Norman Mailer scheint mir schräg, aber ich bin recht dankbar für solche hinweise wie zu wagenschein.

        Verfasst von kopfundgestalt | 10. August 2022, 23:59
      • Stimmt. Das Motto scheint der damaligen Euphorie geschuldet zu sein, die wir heute nicht mehr so richtig nachvollziehen können.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 11. August 2022, 08:49
      • Den gibt es natürlich auch. Ich dachte eher an große Real- Phänomene wie das leichte Taumeln der Erdbahn durch die Schwerkraft des Mondes. die Rhythmen, die der Mond den Meeren und den lebenden Organismen der Erde (auch den Frauen) vorgibt, seine Funktion als Zeitmesser, ohne den die Menschheit den Zeitbegriff kaum hätten ausbilden können, derlei Mondwirkungen also, die durchaus mit seiner physischen Beschaffenheit (Gesteinsbrocken) zusammenhängen, aber tief ins Lebendige eingreifen.

        Verfasst von gkazakou | 11. August 2022, 08:18
      • Okay, dann warst du in deinen Gedanken dem Physikalischen näher als ich vermutete. Was du ansprichst sind wesentliche Aspekte, die das Leben auf der Erde betreffen. Es gibt sogar Spekulationen die davon ausgehen, dass ohne Mond sich kein Leben hätte entwickeln können. Das ist ein weites Feld…
        Der leichte Schauer der mich immer dann überkommt, wenn ich am Nordseestrand sitzend erlebe, wie auf die Minute genau, schon von weitem zu sehen, das Wasser im flachen Watt aufläuft, um dann mit feinem Plätschern zu meinen Füßen anzuschlagen, verbindet mich auf zugleich physische wie mentale Weise mit dem Mond…

        Verfasst von Joachim Schlichting | 11. August 2022, 09:07
      • Dieses feine Plätschern ist auch so etwas, was sich in ferner Zeit verlieren wird. Moments in time.

        Verfasst von kopfundgestalt | 11. August 2022, 10:20
      • Während Momentaufnahmen der Sedimentationen im Watt in Versteinerungen konserviert werden…

        Verfasst von Joachim Schlichting | 11. August 2022, 14:24
      • Ja, Joachim, von solchen „Spekulationen“ habe ich auch gelesen. Der Mond hat sich ja wohl vor „Urzeiten“ von der Erdmasse getrennt. Und erst dadurch konnte die Erde ihre Umlaufbahn stabilisieren, und durch die mit dem Austreten des Mondes entstehenden Lücken im Erdmantel – Plattentektonik und in der Folge Gasaustausch – konnte sich das Klima stabilisieren und ergo Leben entstehen. Ferner entsteht durch das Zusammenspiel von Mondanziehungskäften und Fliehkraft der rotierenden Erde bis heute die globale Bewegung der Wassermassen, die wie ein gleichmäßiges Atmen die Erdatmosphäre belebt. .
        Was meinst du denn dazu?

        Verfasst von gkazakou | 11. August 2022, 10:46
      • Es gibt mehrere Hypothesen über die Entstehung des Mondes. Die meisten Anhänger hat wohl die Kollisionshypothese, wobei die Erde mit einem großen Himmelskörper zusammengestoßen ist und ein aus Anteilen von beiden entstandener Körper in die Umlaufbahn um die Erde geraten ist – unser Mond.
        Über die anderen Fragen, die du gestellt hast, gibt es fast nur Spekulationen, die teilweise aber durch Simulationen untermauert wurden. Auch über die Bedeutung der Gezeiten, die man im physikalisch gut versteht, kann man leider auch nur spekulieren. Ich habe manchmal den Eindruck, dass sich die Fachleute über schwarze Löcher einiger sind als über die Bedeutung des Monds für das Leben auf der Erde.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 11. August 2022, 16:00
    • Aber auch substantiell…

      Verfasst von kopfundgestalt | 11. August 2022, 00:01
  3. Ich bin übrigens auch mondsüchtig. Schöner Beitrag!

    Verfasst von Michael Bauer | 10. August 2022, 18:31

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