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Physik im Alltag und Naturphänomene, Physikalisches Spielzeug & Freihandversuche

Skulpturen am Strand

Als Kind habe ich Sandburgen am Strand gebaut. Heute wage ich mich an etwas weniger martialische Objekte. Dabei forme ich ganz grob ein Objekt aus der an diesem Strand vorherrschenden Mischung aus hellem und dunklem Sand und überlasse der Flut die Feinarbeit. Damit meine „Kunstwerke“ nicht vorher von Menschen zerstört werden, richte ich es möglichst so ein, dass die Flut ihre Detailarbeit des Nachts ausführt, damit ich morgens als einer der ersten der Ergebnis in Augenschein nehmen und fotografisch sichern kann. Der Anteil des Wassers an der Gestaltung ist in jedem Fall wesentlich kreativer als mein eigener. Meist kommt etwas ganz anderes dabei heraus, als ich mir vorgestellt habe. Diese Skulptur erinnert mich an einen Fisch, was angesichts des wässrigen Kontexts nicht ganz abwegig ist.

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Diskussionen

24 Gedanken zu “Skulpturen am Strand

  1. Feststeckendes Spermium.
    Es kommt nicht zur Befruchtung.
    Wo sind die fördernden Ideen, die das Steuer rumreissen?
    Das fragt man sich anhand der vielen Krisen.

    Verfasst von kopfundgestalt | 18. August 2022, 00:17
  2. Fantastisch! Zu schön, Gebild und Abbild.
    Baust du die Form dann an einer Stelle, die die Flut nur so eben gerade beleckt? Sonst würde doch gar nichts Erkennbares übrigbleiben.

    Verfasst von Ule Rolff | 18. August 2022, 08:10
    • Es ist meist in einem sehr flachen Gebiet maximal etwa 5 m bevor die von Hochwasser zu Hochwasser etwas schwankende äußerste Linie entsteht. Ich habe mir das bei Flut am Tage angesehen. Es ist ein sowohl zeitlich wie auch räumlich begrenztes Überflutzungsgebiet mit relativ wenig Sandtransport. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass mein Bauwerk gar nicht vom Wasser erreicht wurde oder völlig verschwand, so dass ich die Stelle kaum wiederfand.

      Verfasst von Joachim Schlichting | 18. August 2022, 10:35
      • Unberechenbar, das Meer .. obwohl doch alle einwirkenden Parameter bekannt sind (sind sie?).

        Verfasst von Ule Rolff | 18. August 2022, 11:05
      • Sie sind es nur „im Prinzip“, wie es so schön heißt. Aber selbst wenn man sie wirklich kennte, würde man das Endergebnis nicht exakt reproduzieren können, weil das System chaotisch ist. Das heißt, dass es immer wieder Situationen in der Bewegung des Wassers und Sands gibt, bei denen kleinste zufällige Einwirkungen darüber eintscheiden, ob z.B. eine winzige Strömung einen Stein links oder rechts umrundet, was dann wieder Auswirkungen auf das übrige Geschehen hat usw.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 18. August 2022, 11:27
      • Die Sache mit dem fernen Schlag des Schmetterlingsflügels, der einen Sturm verursachen kann (wohl eher philisophisch übersteigert).

        Verfasst von Ule Rolff | 18. August 2022, 11:36
      • Genau, diese Idee steckt dahinter.

        Verfasst von Joachim Schlichting | 18. August 2022, 11:40
  3. Ein wunderschöner, vom Wasser neu geformter Fisch! Ja ein gemeinsames Kunstwerk von Mensch und Natur.

    Verfasst von Gisela Benseler | 18. August 2022, 08:11
  4. Toller Ansatz. Der kreative Prozess lebt auch davon, dass man sich eine Methode zur Vorgehensweise zurechtlegt – so wie in Deinem Falle. Und den Zufall mitspielen läßt, Liebe Grüße, bis bald, Jürgen

    Verfasst von juergenkuester | 18. August 2022, 09:20
  5. Beim Erstellen hätte ich gerne zugeschaut!

    Verfasst von wildgans | 18. August 2022, 11:15
    • Kann ich mir vorstellen. Ich habe zwar immer versucht, Orte und Zeiten auszusuchen, an denen der Publikumsverkehr gering ist. Aber ganz ließ sich das nicht vermeiden. Und die Blicke der Passanten verrieten mir: Schau dir den alten an, der spielt noch wie ein Kind im Sand. 😉

      Verfasst von Joachim Schlichting | 18. August 2022, 11:33
  6. In meinem Gehirn kommt als Bild eine Ente an … . Vielleicht, weil Enten im Gegensatz zu Fischen zumindest begrenzte Zeit auch außerhalb des Wassers noch lebend denkbar sind .. . 🤔

    Verfasst von lachmitmaren | 18. August 2022, 11:22

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