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Diese Kategorie enthält 15 Beiträge

Lichtspiele

lichtphaenomene_dscf1812rvAuf dieser nächtlichen Aufnahme in einem Touristenort im Süden fügen sich die natürlichen und urbanen Lichtphänomene zu einem spannungsreichen Bild zusammen. Die Spannung entsteht durch die Gegenüberstellung vom Mond beleuchteter Wolkenfetzen, die auch noch zumindest bruchstückhaft einige Farben einer Mondkorona* erkennen lassen, und und einer streng geometrischen „Lichttreppe“ eines Hotels, die durch die beleuchteten gelb getünchten Wände terrassenförmig angeordneter Balkone hervorgerufen wird.


* Wie eine Korona entsteht wird hier am Beispiel einer Baumkorona erläutert.

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Schneeblüten

Ich bin immer wieder beeindruckt von Doldenpflanzen, die ihre strahlenden Blüten auf die Verzweigungen, der Verzweigungen, der Verzweigungen erstrahlen lassen. Wenn die Pflanze dann im Herbst ausgeblüht und die feinen Blütenblätter in alle Winde verstreut hat, bleibt das verholzte Gerippe meistens noch sehr lange erhalten, oft bis in den Winter und länger (Foto unten links). Weiterlesen

Zuviel ist zuviel

So sieht es aus, wenn man doppelt im Regen steht: es regnet und der Verkehr staut sich. Wird der Scheibenwischer auch nur einen Augenblick ausgestellt, so trübt sich der Durchblick; so sehr, dass nicht einmal das Kennzeichen des vorausfahrenden Fahrzeugs zu erkennen ist. Schuld daran ist nicht das für die Informationsübertragung fehlende Licht. Man bekommt eher im Gegenteil zu viel Licht vor allem von Stellen, wo es völlig fehl am Platze wäre. Weiterlesen

Lichterkette zum 1. Advent 2017

Wer seine vorweihnachtlichen Lichtspiele etwas bunter erleben möchte, schaue sich eine Lichterkette oder andere Leuchten durch ein Geodreieck, Plastiklineal oder ähnliche transparente Kunststoffobjekte an. Man kann dabei nämlich durch Probieren eine Stelle finden, durch die das Licht durch Beugung zu einem Fest der Farben aufgehübscht wird. Das Foto zeigt eine von der Decke herabhängende Lichterkette, die durch eine bestimmte Stelle im Geodreieck hindurch betrachtet bzw. fotografiert wurde.
Die Erklärung für diesen merkwürdigen Effekt habe ich schon früher dargelegt. Manchmal entdeckt man ihn auch an Stellen, an denen man es nicht vermutet.

Farbige Spagettikunst im Kochtopf

Als ich den Kochtopf aus dem Schrank holte, traute ich meinen Augen nicht. Die Innenseite des Bodens war mit metallisch glänzenden Farben und schlangenartigen Girlanden bedeckt. Dabei hatte ich ihn vor einer Woche gründlich abgewaschen. Ein Freund, dem ich das zeigte, erkannte sofort, dass ich ihn „nur“ per Hand gereinigt hatte. Die Geschirrspülmaschine würde aufgrund ihrer starken Chemikalien solche Auswüchse beseitigen. Schade für die Benutzer von Geschirspülmaschinen, dachte ich, denen entgeht doch eine ganze Kunstrichtung… Weiterlesen

Das steinerne Herz

steinernes-herz_rvWir haben Alles mit Schmerzen versehen: das Licht „verbrennt“; der Schall „erstirbt“; der Mond „geht unter“; der Wind „heult“; der Blitz „zuckt“; der Bach „windet sich“ ebenso wie die Straße.
Mein Herz pumpte die Nacht aus: Blödsinnige Einrichtung, daß da ständig sonne lackrote Schmiere in uns rum feistet! N steinernes Herz müßte man haben, wie beim Hauff.

aus: Arno Schmidt. Das Steinerne Herz. Zürich 1986.

Dieses bereits leicht gebrochene steinerne Herz fand ich eingebettet in einer passenden Mulde am Strand und fragte mich, wie es das Herz wohl zustande gebracht hat, nicht durch die periodisch anbrandenden, Sand vor sich herschiebenden, auflaufenden Wellen allmählich in Sand eingebettet zu sein, sondern im Gegenteil vor einer Art „Burggraben“ umgeben zu werden. Schuld ist die um den Stein herum abgelenkte Wasserströmung, die durch die Einschränkung beschleunigt wird. Geschwindigkeitzunahme und dadurch bedingte Druckabnahme in der Strömung bewirken, dass Sand in der Nähe des Steins aufgehoben, fortgetragen und beim anschließenden Langsamerwerden wieder deponiert wird. Dass dadurch besonders die leichten Sandkörnchen betroffen sind, zeigt sich auch optisch in der durch diese Entmischung verursachten Farbänderung rund um den Stein.

Erste Spuren im Schnee

In einem früheren Beitrag haben wir über Muster berichtet, die Fußspuren im feuchten Sand hinterlassen, wenn anschließend ein Sturm darüber hinwegfegt und die komprimierten Stellen zurückbleiben. Eine ähnliche Beobachtung macht man beim Schnee. Claudia Hinz hat mir einige aktuelle Fotos vom Fichtelberg zugeschickt, auf denen man derartige Hinterlassenschaften von Spuren im Schnee bestaunen kann. Weiterlesen

Wo aber Regen ist, wachsen Regenschirme auch…

Als ich auf einer Wanderung bei einem heftigen Regenguss dieser Pilze ansichtig wurde, ging mir ein Spruch Friedrich Hölderlins (1770 – 1843) durch den Sinn:

Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch Weiterlesen

Abendliche Impressionen

gluhendes_atomkraftwerk_rvWährend einer Eisenbahnfahrt blicke ich von meinem Buch auf und schaue aus dem Fenster. Ich sehe – vielmehr glaube ich zu sehen – den lichterloh glühenden Kühlturm eines Atomkraftwerks. Zum Glück lässt sich dieser der Versunkenheit in der Lektüre geschuldete Schreck schnell wegrationalisieren. Weiterlesen

„Die Hauptsache ist immer unsichtbar*“ (Lichtenberg 7)

hauptsache_dscf2069rvDer Physiker und Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799) geht davon aus, dass von der sichtbaren Oberfläche der Gegenstände und ihrem Verhalten nicht ohne weiteres auf das innere Wesen geschlossen werden kann. Dieses bleibt trotz der großen Erfolge bei der Ausweitung der Sichtbarkeit durch Fernrohr und Mikroskop verborgen und verweist einmal mehr auf die spezifische Kontingenz unserer Wahrnehmung. Denn wie Lichtenberg am Beispiel der Newtonschen Gravitationskraft illustriert, ist oft das Wesentliche gerade in dem enthalten, was wir nicht sehen: Weiterlesen

Wie groß will nicht der kleine Lano sein…

Wie groß will nicht der kleine Lano sein!
Er steigt auf einen Stuhl: »Heida! bin ich noch klein?
Und bald will ich noch größer sein!«
Er steigt auf einen Berg
Und – ist ein Zwerg.

nach: Johann Gottfried Herder (1744 – 1803)

Lieber Lano, mit diesem kleinen Gedicht möchte ich dir zum heutigen Geburtstag gratulieren und alles Gute im Kreise deiner lieben Menschen und Hunde wünschen.
Da liegst du nun mit deinem kleinen Hundefreund auf dem Bauch und blickst in die Kamera. Als dieses Bild entstand – es ist noch nicht so lange her – warst du noch 4. Aber jetzt hast du den Sprung gewagt auf die nächste Stufe der Zahlenreihe.  Die 5 ist etwas ganz Besonderes. Sie kann nämlich alle ganzen Zahlen, die als letzte Ziffer eine Null oder Fünf haben, ohne Rest teilen. Und alle ungeraden Vielfachen von fünf enden wiederum mit der fünf, alle geraden Vielfachen mit der Null. So ist zwei mal 5 gleich 10. Außerdem ist sie eine Primzahl und zwar eine solche, die sich aus der Summe aller anderen Primzahlen, die kleiner sind als sie selbst bilden lässt.
Sie hat noch viele weitere Eigenschaften, die hier nicht alle aufgezählt werden können. Aber dass du 5 Finger an jeder Hand hast und 5 Zehen an jedem Fuß, kannst du leicht selbst nachzählen. Überprüfe mal, ob das bei deinen Hunden auch so ist.

 

Harmonie zwischen Straßenbelag und Monsterafrucht auf La Palma

Polygonale und darunter vor allem hexagonale Muster findet man auf La Palma nicht nur bei den Basaltsäulen und manchen Straßenbelägen vor, sondern auch bei einigen Pflanzen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist die Monstera deliciosa, das köstliche Fensterblatt. Monstera heißt auf lateinisch Missgestalt (lat. monstrum = mahnendes Zeichen im Sinne von Ungheuer). Die Übersetzung mit Fensterblatt ist daher eine etwas entschärfte Version der Tatsache, dass die Blätter der Pflanze  Öffnungen, also Fenster haben; und köstlich sind die Früchte, weil sie sehr gut schmecken: ein wenig wie eine Kreuzung aus Ananas und Banane. Weiterlesen

Blicken und Überblicken (Lichtenberg 5)

blicken_img_2167Georg Christoph Lichtenberg ist einer der ersten, der die Tragweite der Entdeckung der Linse für die Naturwissenschaften und für die Menschheit ganz allgemein erkennt und ausdrucksstark beschreibt. Dabei bringt er aber auch die metaphorische Potenz der Linse als „tubis heuristicus“ gegen die Möglichkeiten der realen Linse in Stellung. Weiterlesen

Rätselfoto des Monats April 2018

 

 


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