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Assimilation

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Feuerwoge jeder Hügel

Feuerwoge jIMG_1511eder Hügel,
Grünes Feuer jeder Strauch,
Rührt der Wind die Flammenhügel,
Wölkt der Staub wie goldener Rauch.

Wie die Gräser züngelnd brennen!
Schreiend kocht die Weizensaat.
Feuerköpfige Blumen rennen
Knisternd übern Wiesenpfad.

Blüten schwelen an den Zweigen.
Rüttle dran! Die Funken steigen
Wirbelnd in den blauen Raum –
Feuerwerk ein jeder Baum!

Georg Britting (1891 – 1964)

Die auch in diesem ausdruckstarken Gedicht bemühte Analogie zwischen dem Feuer und blühenden Pflanzen findet man sehr häufig in der Poesie. Insbesondere wird die (Kerzen-)flamme immer wieder mit Blumen verglichen, die hier mit einigen Zitaten belegt wird:

„Jede Pflanze ist eine Lampe. Der Duft ist aus Licht“

„Die blauen Lupinen glühten wie liebliche Lampen“ Weiterlesen

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„Der Baum ist nichts anderes als eine blühende Flamme“

Baum_Flamme_Ssagt Novalis und verweist damit auf einen Zusammenhang zwischen, der sich rein äußerlich oft geradezu aufdrängt. Die Aussage kann leicht zu Missverständnissen führen, wenn man darin eine Gleichsetzung der Flamme mit dem Blätterkleid des Baumes sieht. Denn die in der Sonne assimilierenden Blätter sind eher das Gegenteil der leuchtenden Flamme. Denn die Flamme – beispielsweise einer Kerze – spendet Licht, während der Baum nur dann wie eine Flamme blühen kann, wenn er im Licht der Sonne steht. Sehr vereinfacht gesprochen wird in den Blättern eines Baumes der Vorgang des Verbrennens, der sich in der Flamme manifestiert, wieder rückgängig gemacht: Weiterlesen

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