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Beugung

Diese Schlagwort ist 18 Beiträgen zugeordnet

Quételet im Spiegel der Kunst…

SpiegelfolieAuf einer Kunstausstellung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf vor einigen Jahren mit dem Titel „Zerbrechliche Schönheiten“ stieß ich neben eindrucksvollen Exponaten an den Wänden auf ein vielleicht gar nicht als ein solches gemeintes Exponat auf dem Boden eines der Ausstellungsräume. Der Boden war nämlich komplett mit Spiegelfolie ausgelegt, die in dem Raum  – und das war sicherlich beabsichtigt – eine interessante Lichtstimmung hervorrief. Weiterlesen

Hinter farbigen Gardinen

gardinenbeugungWas macht man, wenn man mutterseelenallein in einer fremden Stadt eine Nacht oder mehrere in einem Hotel übernachten muss? Man blickt aus dem Fenster auf eine meist nicht besonders attraktive Gegend. Wenn aber der Blick durch eine Gardine gefiltert wird, kann man das Glück haben, dass es in dieser tristen Situation zu Lichtblicken kommt, die in Form von bunten Farbtupfern in spektraler Verteilung die Stimmung wieder etwas anheben. Weiterlesen

Nebel mit Baumkorona

Nebel-und-BaumkoronaMorgendlicher Nebel und eine gerade aufgegangene strahlende Sonne verheißen einen schönen Tag. Ich wandere der Sonne entgegen und muss den Blick wegen der starken Blendung senken. Das Gras ist noch weitgehend vom Raureif überzuckert, eine Pracht, die der höher steigenden Sonne bald zum Opfer fallen wird.
Jetzt vergittern einige noch winterlich nackte Bäume die Sicht. Die Sonne bricht durch das Geäst und lässt den Nebel dort in lebhaften Farben erstrahlen. Ich stelle mich so hin, dass die Sonne selbst durch einen Ast ausgeblendet wird. Weiterlesen

Im Jahr des Lichts (20) – Die Lichtinstallation einer Spinne

Irisierendes-SpinnennetzWanderungen geben u.a. Gelegenheit zu vielfältigen Naturerlebnissen und bestehen sie auch nur in der Wahrnehmung und Bewunderung eines Spinnennetzes.
Spinnennetze sind so dünn und fein und von unauffälligem Grau, dass sie normalerweise kaum zu sehen sind. Das ist beabsichtigt, denn die Beute soll das verhängnisvolle Netzwerk allenfalls erst dann erkennen, wenn es zu spät ist. Es gibt aber Situationen, in denen zumindest wir Menschen ein Spinnennetz in leuchtenden Farben erleben, so dass es nicht zu übersehen ist und im Gegenteil die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Das ist dann der Fall, wenn der frühe Beobachter mit der Sonne im Rücken die nachts in den Spinnennetzen kondensierten Wassertröpfchen in Regenbogenfarben erstrahlen sieht. Weiterlesen

Schönheit im Auge des Betrachters

ZiliarkoronaSchlichting, H. Joachim. In: Spektrum der Wissenschaft  8  (2015), S. 48 – 49

Manche farbenprächtige Erscheinung lässt sich nur beschreiben, jedoch nicht direkt fotografieren – denn sie entsteht erst in unserem Sehorgan selbst.

Alles, was wir sehen,
könnte auch anders sein.

Ludwig Wittgenstein (1889–1951)

Eine Kerzenkorona zum 1. Advent

1_Advent

Adventszeit ich auch die Zeit brennender Kerzen. Wir schließen uns dem guten alten Brauch an und entzünden heute und an den folgenden drei Sonntagen Kerzen. Wir beginnen heute mit einer und steigern uns bis auf vier, wobei wir allerdings anders zählen, als man es von Kindesbeinen auf gewohnt ist. Lassen Sie sich überraschen. Weiterlesen

Rätselfoto des Monats Juli 2014

102_Farbige Tropfen am FlugzeugfenserEin Blick durch ein Flugzeugfenster. Welche physikalischen Vorgänge haben hier Spuren hinterlassen?

Erklärung des Rätselfotos vom Vormonat: Kugeltropfen_hydrophil_hydrophob

Glitzernder Schein

Clip_145Schlichting, H. Joachim. In: Spektrum der Wissenschaft 44/12 (2013), S. 54-55

Hightech-Lametta bringt Farben aus dem Nichts hervor. Das ist erstaunlich, denn eigentlich kann dieser Interferenzeffekt nur mit kohärentem Licht funktionieren.

Das Licht treibt sein lachendes Spiel
an der Oberfläche der Dinge.
Gaston Bachelard (1884 – 1962)

PDF: Glitzernder Schein

Rätselfoto des Monats Juli 2013

Spinnennetz_rvCVielfarbige Partitur

Was sehen Sie auf diesem im Vordergrund unscharfen Foto und was steckt physikalisch dahinter?

Erklärung des Rätselfotos vom Vormonat: Steinskulpturen der Natur

Schillernde Spinnennetze

Irisierende Spinnenetze2Schlichting, H. Joachim, Suhr, Wilfried. In: Physik in unserer Zeit 44/3 (2013), S. 121- 127

Beugungserscheinungen in Spinnenfäden
Spinnennetze bieten im Gegenlicht ein intensives Farbenspiel. Ursache hierfür sind Beugungserscheinungen an den mikroskopisch kleinen Strukturelementen der Fäden. Diese eindrucksvollen Phänomene lassen sich im Labor mit einfachen Mitteln untersuchen.

PDF: Sonderdruck kann beim Autor angefordert werden (schlichting@uni-muenster.de)

Rätselfoto des Monats Mai 2013

088_Baumkorona

Morgendunst mit Baumkorona

Welche physikalisch interessanten Phänomene sind auf dem Foto zu sehen?

Erklärung des Rätselfotos vom Vormonat:Blick durch einen Trinkhalm

Ein Geodreieck als optisches Gitter

Schlichting, H. Joachim; Suhr, Wilfried. In: Physik in unserer Zeit 43/4 (2012), 198-199

Der spielerische Umgang mit Alltagsgegenständen fördert manchmal erstaunliche Erkenntnisse zu Tage: Ein äußerlich makellos erscheinendes transparentes Geodreieck zeigt Beugungserscheinungen wie ein Strichgitter.

PDF: Ein Geodreieck als optisches Gitter

Licht im Schatten

Schlichting, H.Joachim. In: Spektrum der Wissenschaft 43/4 (2012), S.44-45

Der Strahlenkranz eines Axicons scheint den Schatten der eigenen Hand ungehindert durchdringen zu können.

Aber vor allem ist er sichtbar,
indem er undurchsichtig ist.
Hans Blumenberg (1920 – 1996)

http://www.spektrum.de/alias/schlichting/licht-im-schatten/1145656

On the colours of spider orb-webs

Spider orb webSuhr, Wilfried; Schlichting, H. Joachim. In: Eur. J. Phys. 32 (2011) 615 – 624

A sticky capture thread from the spiral element of spider orb-webs is formed of almost regularly spaced droplets that surround a supporting axial fibre. From the perspective of physical optics it represents a periodic linear array of scattering elements that acts as a diffraction grating. This is a novel aspect, which is of vital importance for the understanding of the overall scattering pattern. To demonstrate ist significance, we present our experimental findings and compare them with results of a simplified model.

The everyday life-world certainly is one of the most challenging contexts for the nontrivial application of fundamental physical principles. Many of its phenomena, discoverable by an experienced eye, have not yet been fully understood from a physical point of view. One of these only partially described phenomena is the colours of spider webs, of which Livingston stated in a 2005 article on ‘colour and light in nature’ that ‘a full explanation . . . has not yet been given . . . ’. This paper aims to open an approach to the physical origin of these colours
experimentally and theoretically. In view of their applicability in educational contexts, the experiments are performed with simple equipment, so that high-school and college students may reproduce them and understand the underlying physics.

PDF: Kann beim Autor angefordert werden.

Farbenprächtige Interferenzringe auf einer Wasseroberfläche

Schlichting, H. Joachim. In: Der mathematische und naturwissenschaftliche Unterricht 28/5 (2005) 286 – 294.

TeichqueteletVerstaubte Wasseroberflächen können farbenprächtige Ringsysteme aufweisen, die nicht nur exzentrisch zum Spiegelbild der Sonne orientiert sind, sondern sich der Änderung des Beobachterstandpunktes entsprechend verschieben. Mit der Sonne im Rücken umgeben die Farbringe wie eine Glorie den Kopfschatten des Beobachters. Auf der Suche nach einer Erklärung für dieses merkwürdige Verhalten werden Modellexperimente beschrieben, die zu dem Schluss führen, dass es sich bei diesem Naturphänomen um eine bemerkenswerte Variante quételetscher Ringe handelt.

PDF: Farbenprächtige Interferenzringe auf einer Wasseroberfläche

Quételet-Ringe auf Fenstern

Schlichting, H. Joachim. In: Physik in unserer Zeit 36/4, 185-187 (2005).

Wenn man bei Dunkelheit mit einem Autoscheinwerfer eine Fensterscheibe anleuchtet, kann man manchmal in den Genuss eindrucksvoller Farbringe kommen. Erstaunlicherweise ordnen diese sich exzentrisch zum Spiegelbild des Scheinwerfers an, und ihr fiktiver Mittelpunkt liegt oft sogar außerhalb der Scheibe. Dies ist das seltene Phänomen der Quételet-Ringe.

PDF: kann beim Autor angefordert werden (schlichting@uni-muenster.de)

Farbkränze auf staubigen Gewässern

Schlichting, H. Joachim. In: Physik in unserer Zeit 35/2, 86-89 (2004).

Im Sonnenlicht können staubige Wasseroberflächen farbenprächtige Ringe hervorbringen. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern zeugen auch von interessanten physikalischen Vorgängen.

PDF: kann beim Autor angefordert werden (schlichting@uni-muenster.de)

Glitzernde Sticker

Schlichting, H. Joachim; Jungmann, Dietmar. In: Physik in unserer Zeit 28/3,112-113 (1997).

Manche Schokoladenriegel sind mit sogenannten Stickern als Sammelbeigabe versehen (Bild 1). Die flotten Sprüche der Sticker erscheinen vor einem glitzernden Hintergrund. Das Glitzern wird von winzigen Karos hervorgerufen, sobald man den Blickwinkel ändert oder die Richtung des einfallenden Lichtes variiert. Genaugenommen durchlaufen die Karos dabei ein Spektrum von unterschiedlichen Farben.

PDF: Glitzernde Sticker