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Blumen

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Im Kleide von der Flammen Farbe…

So kam in einer dichten Blumenwolke,
Die aus der Engel Händen dort entströmte
Und niederregnete nach allen Seiten,
Im weißen Schleier mit Olivenzweigen
Dort eine Frau, in einem grünen Mantel
Und einem Kleide von der Flammen Farbe*.

Hat Dante (1265 – 1321) bereits an das Feuerwerk gedacht, mit dem wir in unserer Zeit das Neue Jahr einläuten? Nachdem es erstmalig im 10. bis 11.. Jahrhundert in China auftauchte, wurde es nachweislich erst in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts zunächst in Italien bekannt.

Wie dem auch sei, zu Coronazeiten wird dieser Brauch wohl erstmalig sehr bescheiden ausfallen.

Ich wünsche allen Besucher*innen dieses Blogs einen guten Rutsch ins Neue Jahr und eine Normalisierung des Lebens in 2021.


*Dante Alighieri. Die Göttliche Komödie (2. Teil, 30. Gesand, V. 28-33)

 

Klatschmohnidylle wie in alten Zeiten

Es gibt sie noch, die Klatschmohnfelder der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts.  Jedenfalls fühlte ich mich angesichts dieses unbefestigten Weges durch Getreidefelder, die wohl keine Pestizide kennengelernt haben und von Klatschmohn gesäumt sind, in alte Zeiten zurückversetzt. Allerdings gibt es auf dem Foto einige verräterischen Anachronismen, die die Jetztzeit hindurchschimmern lassen: Die Zementziegel der perfekt renovierten Häuser, die Ortgangziegel, die man damals noch nicht in dieser Form hatte, die Verkleidung des Schornsteins, die moderneren Strommasten …

Die vorerst namenlose gelbe Blume

Die blaue Blume ist ein wesentliches Symbol der Romantik und symbolisiert die Sehnsucht, Liebe und noch einiges mehr. Die Komplementärfarbe von blau ist gelb. Vielleicht bin ich deshalb von manchen gelben Blumen nicht weniger beeindruckt.
Daher finde ich es einigermaßen erstaunlich, dass ich vor ein paar Tagen auf einige gelbe Blumen stieß, die sich – wie auch immer – auf unserm Naturrasen eingenistet haben. Dieser besteht weitgehend aus wilden Pflanzen und wird nur wenige Male im Jahr gemäht. Dabei bleiben oft kleine Inseln von „Blumen“, zurück, die ich nicht wage niederzumähen. Zurzeit zeigen sich umgeben von grünen Wildpflanzen einige Blumen, die mir als Wildblumen bislang noch nicht begegnet sind. Vielleicht sind es ja auch keine Wildblumen, was natürlich die Frage aufwirft, wie sie dort hingelangt sind. Wie das Foto zeigt, haben sie eine beeindruckende Färbung: Die sechs kräftig gelben Blütenblätter laufen in weißen Spitzen aus, was sich in der grünen Umgebung ästhetisch wirkungsvoll ausnimmt.
Kann mir jemand sagen, wie die Blume heißt?

Schmetterling (1) – wandelnde Blumen der Luft

Das Gras stand dicht…, und die Schmetterlinge, diese wandelnden Blumen der Luft, wimmelten wie Blätter im Herbst über die blumengeschmückten Wege.

aus: Felix Timmermans. Das Glück der Stille. Frankfurt 1997 Weiterlesen

Klatschmohn vor frühsommerlicher Gerste

Auch wenn das „Unkraut“ den Bauern ein Dorn im Auge ist, lässt sich der Klatschmohn nicht so leicht von der Ackergrenze vertreiben. Aber wo kein Unkraut mehr wächst, stimmt etwas nicht. Hier stimmt es also noch, auch wenn sich die Zahl der Mohnblumen in Grenzen hält. I
Im Kontext des strahlenden Grüns der frühsommerlichen Gerste, kommt die Wirkung des nahezu komplementären Rots des Mohns voll zur Geltung.

Weitere Beiträge zum Klatschmohn findet man hier und hier und hier und hier und hier und hier.

Blumen, die im Feuer gewachsen sind

Blumenfeuerwerk„Ich brauche Blumen, die im Feuer gewachsen sind. Ich weiß, du hast einen geschickten Gärtner, der sie zu ziehen versteht. –
Zink, rief der König, gib uns Blumen.
Der Blumengärtner trat aus der Reihe, holte einen Topf voll Feuer und säete glänzenden Samenstaub hinein.
Es währte nicht lange, so flogen die Blumen empor…

Novalis (1772 – 1801)

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Rot und Grün passt nicht zueinander…

Grün_und_rot_rv„,Rot & Grün paßt nich zu’nander?‘: jeder rotblühende Strauch widerlegt Dich!“

Arno Schmidt (1914 – 1979)

Nicht nur Sträucher, auch roter Mohn im grünen Korn

Im Frühling

Frühling-2016Hier lieg‘ ich auf dem Frühlingshügel:
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag‘ mir, alleinzige Liebe,
Wo  d u  bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus. Weiterlesen

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