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Gelb

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Ein wenig vertrauter Anblick

Was hier wie ein komplementäres blaues Wunder daherkommt, ist lediglich die Fotografie einer Zucchiniblüte. Ich habe das Objektiv einfach ein wenig in eine frische Blüte gesteckt und abgedrückt. Dies ist also das Ergebnis. Es sieht irgendwie künstlich aus, wie ersonnen, wie gemalt.

Gelb am Abend

Gestern Abend als es schön dämmerte fielen mir die farbkräftigen Blüten der Goldrute durch ihr intensives, die anderen Farben dominierendes Gelb auf. Es war als würden sie von innen leuchten. Der Blauschimmer des Himmels kann im Unterschied zu den meisten anderen Farben dem Gelb nichts anhaben, weil offenbar der vergleichsweise starke Blauanteil im Abendlicht von den gelben Blüten absorbiert wird. Denn Gelb ist die Komplementärfarbe von Blau, jedenfalls von diesem Blau. Um diese These zu überprüfen, habe ich das Foto in den Komplementärfarben daneben gestellt. Und siehe da, das Gelbe wird durch ein kräftigen Blau ersetzt. Und der unten links zu sehende Straßenabschnitt, der das Blau des Himmels besonders gut wiedergibt, nimmt stattdessen einen erstaunlich satten Gelbton an.

Wenn das Licht von den Bäumen fällt…

… dann beginnt der Spätherbst. So ist jedenfalls mein Eindruck. Und der wird durch zahlreiche Beispiele untermauert. Beim Blätterfall dieses Ginkgo-Baum (Foto) war mir, als fielen einzelne Lichter herab und erleuchteten anschließend den Boden. Mir erscheint ein kräftiges Gelb in typisch herbstlicher Umgebung oft als leuchtete es aus sich heraus.

Die vorerst namenlose gelbe Blume

Die blaue Blume ist ein wesentliches Symbol der Romantik und symbolisiert die Sehnsucht, Liebe und noch einiges mehr. Die Komplementärfarbe von blau ist gelb. Vielleicht bin ich deshalb von manchen gelben Blumen nicht weniger beeindruckt.
Daher finde ich es einigermaßen erstaunlich, dass ich vor ein paar Tagen auf einige gelbe Blumen stieß, die sich – wie auch immer – auf unserm Naturrasen eingenistet haben. Dieser besteht weitgehend aus wilden Pflanzen und wird nur wenige Male im Jahr gemäht. Dabei bleiben oft kleine Inseln von „Blumen“, zurück, die ich nicht wage niederzumähen. Zurzeit zeigen sich umgeben von grünen Wildpflanzen einige Blumen, die mir als Wildblumen bislang noch nicht begegnet sind. Vielleicht sind es ja auch keine Wildblumen, was natürlich die Frage aufwirft, wie sie dort hingelangt sind. Wie das Foto zeigt, haben sie eine beeindruckende Färbung: Die sechs kräftig gelben Blütenblätter laufen in weißen Spitzen aus, was sich in der grünen Umgebung ästhetisch wirkungsvoll ausnimmt.
Kann mir jemand sagen, wie die Blume heißt?

Was sagen die Sonnenblumen?

SonnenblumenWieder die Blendung durch das absolute Gelb. Wieder der Eindruck, dass sie (die Sonnenblumen) sie ansehen und zu ihr sprechen, alle Köpfe der Blumen auf Mathilde gerichtet sind, die sich nicht mehr rühren kann.
„Eh, was hast du?“, sagt Bénédicte?
„Ist dir nicht schwindelig?“, fragt Mathilde.
„Nein, warum?“
Warum? Sie ist schon erstaunlich, diese Bénédicte, sie spürt nichts und hört nichts. Die Sonnenblumen wie diese da, es ist unmöglich sie zu malen, so schön sind sie, es ist unmöglich sie zu verstehen, so sehr sie auch mit einer aus Millionen von strahlenden Mündern bestehenden Stimme schreien, hat sie sowas schon gesehen?
(…) Mathilde findet es traurig, dass Bénédicte unempfindlich für die Sonnenblumen ist. Das ist beunruhigend.
Noelle Châtelet: La Petite aux tournesols. Paris 1999

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