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Lichtstreuung

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Wasserziehen der Sonne

wasserziehen_img_0215_rv„Wohl kam Pfingsten näher und näher, aber zu der Schwüle, die unbekannt und unsichtbar über des Jünglings Herzen hing, gesellte sich noch eine andere über dem ganzen Dorfe drohend, ein Gespenst, das mit unhörbaren Schritten nahte; Weiterlesen

Krumme Spuren eines geraden Fluges

kondensstreifen_dscf2757aEin Flugzeug durchquert das rechte obere Fensterquadrat und merkt nicht, daß seine Flugbahn und die Spur, die es am Himmel hinterläßt, von dem unregelmäßigen alten Glas zu einer wackligen Schlangenlinie verzogen werden.
Aus: Anne Weber. Besuch bei Zerberus  2004. Weiterlesen

Der Abend loderte noch still…

abend_lodertDer Abend loderte noch still mit breiter schon gedämpfter Glut und silbernen Wolkenflammen (war aber zu faul zum Figurenlesen).

Arno Schmidt (1914 – 1979)

 

Das Münsteraner Schloss in der Abenddämmerung

Münsteraner-SchlossDie Lichter im Münsteraner Schloss, dem Hauptgebäude der Universität Münster, sind bis auf wenige Ausnahmen gelöscht. Das Licht der farbigen Dämmerung schneidet die Umrisse des Gebäudes noch einige Zeit scherenschnittartig aus, bis die Sonne so tief gesunken ist, dass sich dunkle Nacht über das Schloss senkt und die geschäftige Hektik des Tages vergessen lässt.

Wolkenkopf auf Reisen

Wolkengesicht3_rvVor ein paar Tagen driftete bei Sonnenuntergang eine merkwürdig geformte Wolke vor meinem Fenster daher. Sie war zunächst noch monochrom grau, nahm aber indem sie von links nach rechts durch mein Blickfeld schwebte mit der abtauchenden Sonne immer mehr eine rötliche Färbung an. Weiterlesen

Im Schatten eines Schattens

schatten_eines_schattensSchlichting, H. Joachim. In: Physik in unserer Zeit 5 (2016) S. 252 – 53

Wenn man bei niedrig stehender Sonne in den Schatten eines hinter einem stehenden Baumes tritt, kann man eine interessante Beobachtung machen: Unser Kopfschatten wird schmaler. Ursache ist ein verblüffendes Zusammenspiel von Kern- und Übergangsschatten. Weiterlesen

Dämmerung – Zeit der großen Gedanken

Dämmerung_Zeit_der_großen_GJa, die Dämmerung- der Augenblick des planetarischen Schattens – ist die Zeit, in der man großen Gedanken am wahrscheinlichsten begegnen kann. Weiterlesen

Räteselfoto des Monats März 2016

Rauringe_KondensstreifenEin Flugzeug bläst Rauchringe. Wie kommt es zu diesen Deformationen der Kondensstreifen?

Erklärung des Rätselfotos vom Vormonat: Wellenförmige Eiskante

Kondensstreifen tragen zur Erderwärmung bei

Schöne-Kondensstreifen2Unter bestimmten meteorologischen Bedingungen hinterlassen Flugzeuge Kondensstreifen. Das was man als weiße oder bei Sonnenauf- und –untergang gelb bis rötliche Spuren am Himmel sieht, sind vor allem Wassertröpfchen und Eiskristalle, die durch Kondensation und Kristallisation (Resublimation) des Wasserdampfes in den Abgasen entstanden sind. Das klingt harmlos, weil dadurch die anderen klimaschädlichen Bestandteile der Abgase, wie sie auch bei anderen Verbrennungsvorgängen entstehen, aus den Blick geraten. Weiterlesen

LichtSicht – Projektions-Biennale in Bad Rothenfelde

Lichtsicht-1Der niedersächsische Kurort Bad Rothenfelde ist u.a. für sein historisches Gradierwerk bekannt. Anders als bei der in einem früheren Beitrag beschriebenen Anlage rieselt hier das Salzwasser über  mehr als 1000 m lange und 11 m hohe, mit Schwarzdornzweigen drapierte Wände hinab und überziehen die Zweige u.a. mit einer rustikalen Kruste aus Kalk- und Eisenablagerungen. Diese Anlage sorgt nicht nur für gesunde Inhaltsstoffe in der Luft, sondern lädt optisch und akustisch zum Verweilen und meditativen Betrachten ein.
Seit einigen Jahren wird das Gradierwerk auch in der Dunkelheit zum Leben erweckt, indem es in den Wintermonaten (dieses Mal vom 18. September 2015 bis zum 7. Februar 2016) als Leinwand für künstlerische Lichtinstallationen genutzt wird. Mehr als 50 lichtstarke Beamer projizieren einen bewegten Bilderbogen auf die rauen, feucht-glitzernden und durch die Ablagerungen gemusterten Wände. Sie schaffen auf diese Weise ein einzigartiges Lichtspektakel, das teilweise auch akustisch untermalt wird.

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Ich habe diese Biennale vor einigen Tagen bei leichtem Nieselregen besucht und war besonders von der Prozession schattenhafter Figuren in More Sweetly Play the Dance von William Kentridge (*1955) beeindruckt, der in dieser Installation mehrere Medien, Video, Theater, Tanz, Schattenspiel, Computeranimation, Projektion und Musik zu einem faszinierenden Spektakel vereinigt hat (nächstes Foto). Siehe auch: Video

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Auch die anderen Aktionen mit ihren Motiven zwischen epischer Erzählung und lyrischer Stimmung luden zum längeren Verweilen ein. Die hier abgebildeten Fotos können nur einen sehr oberflächlichen Eindruck von dem wirklichen Geschehen wiedergeben und sollen daher nur für sich sprechen (nächste Fotos).

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Es gab auch eine Installation, bei der in einem Teich eine springbrunnenartig sprudelnde Wasserwand als Projektionsschirm diente. Der besondere Reiz lag für mich im eigenartigen Kontrast der bewegten Szenerie des farbig gischtenden Wassers und der Reflexionen auf der vergleichsweise ruhigen Wasseroberfläche des Teichs (nächstes Foto).

Lichtsicht-5Der feine Nieselregen störte nur wenig. Vielmehr gab er dem Ganzen eine zusätzliche Dimension, indem das von den Beamern zur Projektionswand gestrahlte Licht in alle Richtungen gestreut und die Lichtstrahlen von der Seite her sichtbar wurden. Die auf der Leinwand zu beobachteten Ereignisse spielten sich in diesem dreidimensionalen Lichtkörper als abstrakte Struktur- und Farbwechsel ab und wurden so zu einem unbeabsichtigten Epiphänomens mit künstlerischen Qualitäten (nächstes Foto).

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Im Jahr des Lichts (25) – Ein Feuer, das nur Wasser war

Feuer-und-WasserIch sitze am späten Abend eines warmen Tages bei offener Tür im Zimmer und lese. Es ist bereits dunkel geworden. Plötzlich höre ich das Prasseln eines heftigen Regens. Als ich mich zur Tür umdrehe, bekomme ich zunächst einen Schrecken, weil ich im ersten Moment glaube, dass das Prasseln nicht auf Regen, sondern auf ein Feuer zurückzuführen ist, das unmittelbar vor der Tür brennt.
Im zweiten Moment wird mir jedoch klar, dass beide Eindrücke eine gewisse Berechtigung haben: Regentropfen fallen auf  eine bereits reichlich benetzte niedrige Mauer und erzeugen durch ihren Aufprall kleine Wasserjets und eine aus winzigen Tropfen bestehende, nach oben spritzende Gischt. Weiterlesen

Dunkelblauer Sand am Strand

Dunkelblauer-SandAuf vulkanischen Inseln müssen Urlauber auch mal mit schwarzem Sand vorlieb nehmen. Das ist nicht Jedermanns Sache, denn das Ideal ist weißer Sand. Wer den schwarzen Sand aber schon mal erlebt hat, weiß seine Vorteile zu schätzen. Er wird bereits bei geringem Sonnenschein aufgeheizt und wer nach einem Bad im kühlen Atlantikwasser – das Foto wurde auf der Kanareninsel La Palma aufgenommen – das Bedürfnis nach Wärme verspürt, kann auch bei teilweise bedecktem Himmel ein wärmendes Bad im Sand anschließen.
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