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Mondphase

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Mit dem Mond ist nicht gut Fische fangen…

Die Mondkurre

In der Himmelssee,
muss man sich placken,
damit es sich lohnt
bei der Sternfischerei.

Orion heißt mein Boot,
Mars ist mein Topplicht,
die Venus mein Lot,
meine Kurre der Mond.

Die Mondkurre soll
zum Teufel versacken!
Es tagt, und ich hab nicht
einen Fingerhut voll*

.

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Um das Gedicht, insbesondere den Misserfolg des Sternfischers in der Himmelssee zu verstehen, muss man wissen, dass eine Kurre ein netzartiges Gebilde ist, in dem die Fische gefangen werden. Der gute Fischer hat sich dabei ausschließlich auf die Ähnlichkeit der Sichelform der Kurre mit dem Mond verlassen und dabei vergessen, dass der Mond diese Form nur jeweils ein paar Tage beibehält. Ein Vollmond wäre sogar völlig ungeeignet.


* Hans Leip (1893 – 1983). Die Hafenorgel. Ebenhausen bei München 1977

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Heute morgen begrüßte mich der Mond in Begleitung von Venus

Heute Morgen gegen 6:30 Uhr begrüßt mich der bis auf eine kleine Sichel geschrumpfte Mond gemeinsam mit Venus. Die Sonne, von der selbst noch nichts zu sehen ist, strahlt ihn fast von hinten an, sodass man nur den Rand erleuchtet sieht. Übermorgen fällt ihm die Sonne ganz in den Rücken, dann können wir nur noch ahnen – oder wer es genauer wissen will – berechnen, wo er sich gerade rumtreibt. Man spricht dann von Neumond, weil er in einen neuen Zyklus zunehmender Beleuchtung eintritt und uns beginnend mit einer nunmehr umgekehrt gekrümmten Sichel durch den „Monat“ führt. Weiterlesen

Leonardo da Vinci (5) – Der junge Mond hält die ganze Mondscheibe umarmt

Immer wenn ich den aschfahlen Mond am Himmel sehe, denke ich an die Worte Martin Wagenscheins (1896 – 1988), der sich wiederum auf Leonardo da Vinci bezieht: „Leonardo, ein Meister des Sehens und seiner Muttersprache, mit Glanz und Präzision, Kraft und Zartheit. Ich wähle eine Notiz, die er 1508, in seinem sechsundfünfzigsten Jahr, niedergeschrieben hat. Sie führt uns noch einmal zur Mondsichel zurück, und zwar zu ihrem schönsten frühesten Stadium, in welchem sie, noch ganz nah der Sonne, gerade aus der neumondlichen Unsichtbarkeit heraustretend, als ein besonderes Rätsel die Grau schimmernde ganze Mondscheibe umarmt hält. Weiterlesen

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