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Ruhe

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Baumunikum mit Ausblick

Dieser Baum hat als Sämling das Glück gehabt, an einer steilen Abbruchkante aufzuwachsen. So konnte er so aufwachsen, wie es wohl durch welche natürlichen oder unnatürlichen Umstände auch immer in seinen ersten Lebensjahren festgelegt wurde: Wenn man die auf dem Foto nicht zu sehenden Verbindungen zwischen den einzelnen Stämmen mitzählt gehen sechs Verzweigungen aus einer Wurzel (einem Samenkorn?) hervor und man sehe und staune erreichen auch das Erwachsenenalter. Da war kein Förster, der auf die spätere Verwendung als Nutzholz achtend, für die frühe Beseitigung dieser Missgeburt sorgte. Entweder hatte er Höhenangst und hat sich deshalb nie an die schätzungsweise 30 bis 40 m steil abfallende Kante herangewagt oder wegen der Unzugänglichkeit von Erntefahrzeugen dem Standort keine weitere Aufmerksamkeit gewidmet. Für den Wald ist es eine Bereicherung. Nicht nur, weil der Baum wachsen kann wie er will, sondern auch weil die in Nutzwäldern oft anzutreffende Uniformität der Pflanzungen durch originelle Abweichungen aufgelockert wird.

Ich habe mich ein Stündchen in die aus den Stämmen fast ergonomisch geformte Liege gelegt und die aus Einsamkeit, Vogelgezwitscher und durch die jungen Blätter gefiltertem grünem Licht zusammengemischte Stimmung auf mich wirken lassen – bis die verwöhnten Glieder auf die mir bekannte immer aufdringlicher werdende Weise einen Abbruch dieser Art Ruhepause erzwangen.

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Ringwellen gegen Zeitverschwendung

Stein_Ringwellen_2_rvSteine ins Wasser werfend,
beobachte die entstehenden Kreise,
sonst ist dein Treiben pure Zeitverschwendung

Kos`ma Prutkow Weiterlesen

Wo die Stadt aufhört…

Wo_die_Stadt_aufhörtWo die Stadt aufhört ( . . . ) kann man sich niederlassen
einen Augenblick und das Gesicht in die Hände geben.
Man weiß dann, daß alles war, wie es war, daß alles ist, wie
es ist, und verzichtet, einen Grund zu suchen für alles. Weiterlesen

Die Natur ist die große Ruhe

Erholung

Die Natur ist die große Ruhe
gegenüber unserer Beweglichkeit.
Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben,
je feiner und beweglicher er werden wird.

Christian Morgenstern (1871 -1914)

Impressionen aus der Krummhörn – Die große Ruhe

Nebel_in_der_KrummhöernDie Natur ist die große Ruhe
gegenüber unserer Beweglichkeit.
Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben,
je feiner und beweglicher er werden wird.
Sie gibt ihm die großen Züge,
die weiten Perspektiven
und zugleich das Bild einer bei aller
unermüdlichen Entwicklung erhabenen Gelassenheit.

Christian Morgenstern (1871 – 1914)

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