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Sensorik

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Fühlen mit langen Fühlern

Dieser kleinen Motte, die auf den Namen Langhornmotte hört, musste ich fotografisch ein wenig von den Fühlern abschneiden, damit der Körper noch groß genug ins Bild kommt. Da die Fühler für den Tast- und Geruchssinn zuständig sind, dürfte das Tierchen über einen vergleichsweise großen sensorischen Radius verfügen. Ich war erstaunt, wie behände das Tierchen mit diesen langen Extremitäten (hier erlangt der Begriff eine unmittelbare Anschauung) umherflog, so als ob es das Normalste von der Welt sei.
Aber aus der Sicht der Physik muss ich das Erstaunen sofort wieder ein wenig dämpfen, denn in der Größenordnung der Insekten, stellen die Fühler trotz ihrer Länge und ihrer vermeintlichen relativen Schwergewichtigkeit im Vergleich zum Körper keine besondere Belastung dar. Denn der Motte ergeht es nicht etwa so, wie es uns gehen würde, wenn wir mit zwei baumlangen Armen ausgestattet wären. Wir würden sie wohl nicht einmal heben können.
Um das zu verstehen muss man wissen, dass die Auswirkung der Schwerkraft auf einen Organismus mit der Größe stärker abnimmt als die Kraft mit der der Schwerkraft widerstanden wird. Mit anderen Worten je kleiner der Organismus, desto geringer wirkt sich die Schwerkraft aus.

Wer es genauer wissen will schaue sich den früheren Beitrag an.

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Eine stachelige Angelegenheit

Ausgerechnet auf einer Diestel lässt sich die Holzwespen-Schlupfwespe nieder, so als wollte sie sich mit den noch im Wachstum befindlichen Stacheln der Pflanze messen. Der lange nach hinten ragende Stachel ist zwar in Wirklichkeit ein Legebohrer, aber notfalls setzt das Tierchen ihn auch zur Verteidigung ein. Ein „Bohrstich“ damit soll ganz schön schmerzhaft sein. Und was wäre auch eine Wespe, wenn sie nicht stechen könnte. Mit dem Bohrer vollbringt das Weibchen der Holzschlupfwespe eine unglaubliche Aktion. Weiterlesen

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